Autoren-Interview mit... Laura Newman

 

Laura Newman ist die nächste, die "Frage und Antwort" stehen muss! ;-)
Die Indie-Autorin wurde durch ihre "Time Travel Inc."-Reihe bekannt. Diese war ihr Erstlingswerk. Mit den "Nachtsonne"-Chroniken folgt nun ihr weiteres Projekt. Der Hype um den ersten Band war zurecht groß - und nun erscheint bald schon das große Finale mit Band drei.
Und nun hat sie zu einem kleinen Interview freundlicherweise nicht Nein gesagt! ;-)

Lasst euch überraschen!

 

 

Laura Newman wurde 1983 in Berlin geboren und schrieb bereits als Kind gerne bunte, spannende und phantasievolle Geschichten.

Im Laufe ihres Lebens beschäftigte sie sich mit Videoschnitt, Fotografie Mode- und Grafikdesign bis sie schließlich den Beruf des Mediengestalters erlernte und diese Tätigkeit etwa 10 Jahre lang ausübte.

2013 ließ sie ihre Leidenschaft zum Schreiben erneut aufleben und veröffentlichte ihren ersten Roman.

Sie ist sowohl auf Facebook als auch auf ihrem Blog vertreten. Ihre Nachtsonne-Chroniken haben eine eigene Website.

 

 

Ich freue mich, dass Laura Newman sich sofort bereit erklärte das Interview durchzuführen.

Bevor ihr nun das Ergebnis seht zeige ich euch noch ihre bisher erschienen Bücher!

 

 

Freut euch nun auf die Antworten auf meine Fragen, mit denen ich Laura Newman gelöchert habe! ;-)

 

 

1. Beschreibe dich doch mal für deine Neuleser und die, die dich noch nicht so kennen!

 

Ich bin ein Kreativitätsjunkie, 31 Jahre alt, theoretisch brünette, schreibe, lese, koche, betreibe einen YouTube-Kanal und bin Cineast aus Leidenschaft. Mein Schwerpunkt beim Schreiben und auch beim Lesen liegt im dystopisch-utopischen Bereich mit einer Portion Sci-Fi und einem Hauch - wirklich nur einem Hauch - Romantik.



2. Deine beste und schlechteste Eigenschaft?

Ich kann mich gut im Menschen hineinversetzen und kann mich daher sowohl stundenlang mit der Oma von nebenan unterhalten, als auch mit prolligen Vorstadtgangstern kommunizieren.

Ich bin rechthaberisch und dickköpfig! Aber sowas von!



3. Autor sein: Was bedeutet das für dich?

Freiheit!

Ich lebe ohnehin, die meiste Zeit des Tages, in meiner eigenen Welt. Da war es nur der nächste, logische Schritt sie aufzuschreiben und für andere zugänglich zu machen. Autor zu sein bedeutet für mich, nach meinen eigenen Regeln zu leben und meine Energie nicht ständig in die Träume anderer zu stecken.



4. Wann ist dein erstes Buch entstanden? Und warum wolltest du schreiben und Autor werden?

Mein erstes Buch entstand 2010, wurde aber erst 2013 veröffentlicht.

Ursprünglich wollte ich einfach nur sehen, ob ich es kann - ob ich in der Lage bin, mir eine Geschichte auszudenken, sie aufzuschreiben und in die Welt hinauszujagen. Schnell stellte sich heraus, dass es mehr als nur ein lustiger Versuch war. Das Schreiben ist für mich jetzt mehr als ein Beruf oder eine fixe Idee. Es füllt mich völlig aus und bestimmt meinen Alltag.



5. Woher stammen deine Ideen für deine Bücher?

In der Regel fallen sie mir spontan ein und dann arbeite ich sie wochenlang aus. Schwierig ist es bloß, zwischen Themen die man gerne liest und Themen über die man auch schreiben kann zu unterscheiden. So lese ich z.B. gerne sehr komplizierte Geschichten wie "Inferno" von Dan Brown. Da sitzt jedes Detail und die ganze Handlung ist sehr komplex. Schreiben könnte ich so etwas nie, daher muss meine Buch-Idee immer im Einklang mit meinen persönlichen Fähigkeiten stehen. Ich glaube ich habe ein Händchen für das Dramatisch-Überraschende und das versuche ich auszunutzen :D



6. Spontan oder Planung - Wie und wo schreibst du deine Bücher?

Beides.

Ich bekomme eine spontane Idee und dann plane ich daran herum. Meist entwickelt sich der Plot noch während des Schreibens in eine völlig andere Richtung aber ich schaffe mir gerne vorher ein solides Grundgerüst.



7. Liest man als Autor seine eigenen Bücher, und vor allem gern? ;-)

Ja ... und ja. :D

Gerade bei Mehrteilern ist es unumgänglich jedes Werk noch einmal zu lesen, bevor man den nächsten Teil schreibt. Somit habe ich den ersten Teil der NACHTSONNE Reihe jetzt bereits vier Mal und unzählige Male partiell gelesen.

Es ist jetzt nicht so, als würde ich nachmittags an meinem Bücherregal vorbeischlendern, mir eines meiner Bücher schnappen und es dann ganz in Ruhe bei einer Tasse Kaffee lesen aber ich bin der Meinung, dass man seine eigenen Werke auf jeden Fall gerne lesen muss, um als Autor glaubwürdig zu sein.



8. Fantasy/Dystopie oder Krimi/Thriller - Welche Bücher stehen bei dir im Regal?

Ganz unterschiedlich. Früher waren es historische Romane und Zeitreisebücher. Dann kamen die Dystopien und momentan sind es oft Sci-Fi-Thriller (wie "Die Abnormen" von Marcus Sakey) oder auch Endzeit, Sci-Fi oder Utopie Stories wie Marc Elsberg und Andreas Eschbach sie gerne schreiben. Zur Zeit sind aber auf jeden Fall viele Jugendbücher aus dem Genre Dystopie und Fantasy dabei.

Was ich selten und gar nicht gerne lese sind reale Geschichten, wie sie mir selber auch passieren könnten. Das langweilt mich, denn gerade diesen Alltag versuche ich ja liebend gerne auszusperren. Und auch pure Liebesgeschichten sind nichts für mich.



9 Wie kamst du dazu die Nachtsonne-Trilogie zu schreiben?

Ich wollte unbedingt eine Dystopie schreiben. Allerdings hatte ich da so eine perverse Vorstellung von Harry Potter und den Heroes im Niemandsland. Das war schwer zu kombinieren aber ich glaube, es ist mir gelungen :D

Im Prinzip habe ich in die NACHTSONNE alle Elemente mit hinein geschrieben, die mich selber glücklich machen. Action, Fantasy, eine Prise junge Liebe, Einöde, Zerstörung, Angst, Mut und Geheimnisse.



10. Woher stammen deine Ideen für "Nachtsonne - Flucht ins Feuerland"? Denn der erste Band der Trilogie ist ja wichtig, damit die Leser auch am Ball bleiben. Hattest du mal befürchtet, dass nach der Veröffentlichung des ersten Bandes kein Interesse mehr an den folgenden bestehen könnte?

Ganz ehrlich ... bei NACHTSONNE fühlte es sich einfach nur richtig an. Am Tag nach der Veröffentlichung war ich einerseits völlig angstfrei, weil dieses Buch für mich perfekt war und ich mir gar keine Sorgen machte und andererseits dachte ich: Wenn sie es nicht mögen ist es mir egal, denn ich LIEBE es!

Ich glaube das ist ganz, ganz selten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich dieses Gefühl nie wieder bei einem Buch haben werde. Aber es war einfach so. Es passte alles und fühlte sich richtig an. Mir waren Umsätze und Verkaufszahlen egal, ich war einfach nur froh über diese Welt, die ich geschaffen hatte.



11. Welches deiner Bücher ist für dich dein Highlight?

Natürlich die NACHTSONNE. Einen besonderen Teil kann ich da nicht festmachen. Einfach, weil es mein Lieblings ist. Mit allem, was dazu gehört. Der Community, der Welt, den Fan-Artikeln, den Rezensionen und den Trailern.



12. "Time Travel Inc." - Durch diese beiden Bücher wurdest du bekannt. War es schwer für dich die Charaktere zu erstellen? Worauf achtetst du dabei?

Ich glaube das stimmt nicht. Es scheint mir eher so, als wäre die NACHTSONNE es gewesen, die mich der breiten Masse zugänglich gemacht hat. Das könnte am Genre oder an sonst was liegen :D

Charaktere fallen mir selten schwer. Ich weiß stets, in wen ich mich verlieben würde - damit steht der männliche Part sofort :)

Wie alle Autoren lasse ich gerne ein wenig von mir selber einfließen und hin und wieder auch mal Eigenschaften von Freunden und Bekannten. Alle Nebenrollen entwickeln sich dann während des Schreibens von ganz alleine - ja, sie entwickeln meist sogar ein erstaunliches Eigenleben!



13. Deine Bücher erscheinen im e-Book-Format. Wie funktioniert das denn?

Es gibt sie auch als Taschenbuch, allerdings nur auf Amazon.

In der Regel hat jeder Shop seinen eigenen Reader. (Amazon = Kindle, Thalia = Tolino, usw.) Dementsprechend gibt es auch ganz verschiedene Dateiformate wie: MOBI, ePUB & PDF.

Da ich meine Werke bei allen größeren Online Buchhändlern vertreibe, können sie auch mit jedem eReader gelesen werden aber es zeichnet sich ganz deutlich ab, dass die meisten Leser einen Kindle besitzen.



14. Außerdem nutzt du die Möglichkeit des Self-Publishing. Erkläre doch mal was das ist, wie das funktioniert und warum du gerade diese Methode bevorzugst!?

Als Self Publisher verlegt man seine Werke im Eigenverlag. Man hat also keinen Agenten, keinen Verlag und kein krasses Werbeteam, welches hinter einem steht. Dafür muss man sich eben auch richtig anstrengen. Ein Buch ohne cooles Cover wird nicht gekauft. Ebenso wenig wie eine Geschichte voller Rechtschreibfehler und anderer Schwächen.

Für viele Dinge kann man allerdings andere beauftragen. So kann ein Selbstverleger sich zum Beispiel seine Cover auf 99designs.com machen lassen und seine Texte an ein Korrektorat/Lektorat geben. Aber das kostet natürlich Geld. Das bedeutet: Man muss als Self Publisher erst mal richtig investieren und dann am Ball bleiben.

Ich gebe im Quartal etwa 500 Euro für meine Bücher aus. Darin enthalten sind Rezensionsexemplare für Blogger und Booktuber, Portokosten, Werbekosten auf Facebook und und und. Hinzukommen dann immer noch die einmaligen Zahlungen für die Fertigstellung eines Buches, wie zum Beispiel das Korrektorat.

Das sind erst einmal viele Nachteile. Aber es gibt auch sehr positive Seiten am Indie-Autoren-Dasein. So hat man beispielsweise keine Deadlines und niemand sagt einem, was man zu tun hat. Man entscheidet selber, was man wann und wie erledigt und kann auch mal unkonventionelle Wege gehen. Weiterhin kommt man durch die sozialen Netzwerke mit einer Vielzahl von interessanten Menschen aus der Branche in Kontakt und kann sich gegenseitig austauschen, Strategien planen, Testlesen und Aktionen starten.

Ich habe mein erstes Manuskript an vier Verlage geschickt. Drei lehnten ab, Nummer vier meldete sich gar nicht erst zurück. Danach lag mein Buch drei Jahre lang rum. Erst mit Amazon und seinen genialen Möglichkeiten für Selbstverleger, fand ich den richtigen Weg, meine Geschichten unter die Leute zu bringen und ich bereue es nicht ein bisschen.



15. Mein Lieblingsbuch aus Kindertagen ist...

Ronja Räubertochter :D



16. Abschlussfrage: Youtube-Blog oder die schriftliche Form?

Gerne beides!

Ich finde auf YouTube gehen Informationen schnell verloren, sobald das jeweilige Video älter als drei Wochen ist. Ein Blog lädt ein zu stöbern und Informationen zu durchforsten.

Dafür liebe ich die Möglichkeiten von YouTube. Es macht Spaß, ist aufregend und man lernt viele, interessante Menschen kennen.



17. Abschlussfrage²: E-Book oder "echtes" Buch?

Sowohl als auch. Ich lese meist auf dem Kindle, einfach weil es praktischer ist. Aber alle Bücher, die ich wirklich liebe, kommen bei mir auch ins Regal und ich tue nichts lieber, als durch eine Buchhandlung zu wandeln und die Cover zu studieren :D

 

 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht Laura Newman diese Fragen zu stellen und ich habe mich sehr über ihre netten Antworten gefreut. Ich hoffe, dass das auch bei ihr der Fall war! ;-)

 

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