Autoren-Interview mit... Sebastian Fitzek!

 

Heute - zugegeben nach längerer Zeit - habe ich mal wieder einen Gast auf meinem Blog. Mit Sebastian Fitzek darf ich vielleicht DEN größten Thriller-Bestseller-Autor Deutschlands begrüßen - und freue mich daher umso mehr, dass er mit Frage und Antwort steht ;-)
Im Interview verrät er, was der Auslöser zu seinem neuen Thriller "AchtNacht" war, ob er selbige überleben würde und wie sozialkompatibel er wirklich ist... Seid also gespannt! ;-)

 

 

 

» Sebastian Fitzek ist Thriller-Autor, er wurde 1971 in Berlin geboren.

 

Fitzek schreibt seit 2006 Psychothriller, die allesamt zu Bestsellern wurden. Gleich sein erster Roman „Die Therapie“ eroberte die Taschenbuch-Bestsellerlisten von Stern und Spiegel. Mit seinem Debüt wurde er für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

 

Sebastian Fitzek hat inzwischen 13 Bestseller geschrieben und sechs Millionen Bücher verkauft, seine Werke wurden in 27 Sprachen übersetzt. Als einer von wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Fitzek ist in der Öffentlichkeit bekannt für seine ungewöhnlichen und lesernahen Aktionen. So hat er auf einer Buchpremiere das SEK in einen Radiosender einsteigen lassen, trat als erster Autor mit einer Live-Band zu einem exklusiv für ihn komponierten Soundtrack auf oder hat in einer Woche 50 Lesungen gehalten. In den sozialen Netzwerken ist Fitzek überaus aktiv, alleine bei Facebook zählt er 120.000 Fans. Fitzek hat bisher bei zwei Verlagen veröffentlicht, Droemer Knaur und Bastei Lübbe.

 

Bis heute lebt Sebastian Fitzek in der Hauptstadt, die auch Heimatort der meisten seiner Erzählungen ist. Der Autor hat Tiermedizin und Jura studiert, er promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands. Fitzek spielt Schlagzeug. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Sebastian Fitzek ist ehrenamtlich als Schirmherr des Vereins "Das frügeborene Kind" tätig und ist Botschafter des Deutschen Kindervereins Essen.

 

 

 

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

 

Nun soll es aber wirklich zu Interview gehen! Ich wünsche viel Spaß dabei :-)

 

 

1. Stellen Sie sich doch mal für die wenigen Leser vor, die sie noch nicht kennen ;-)

 

Das habe ich auf meiner Seite www.sebastianfitzek.de ausführlich getan. Aber nicht vor meinen Fotos erschrecken ;)

 


 

2. Autor sein - was bedeutet das für Sie?

 

Keinen Alltag mehr zu haben. Tatsächlich ist jeder Tag anders, so habe ich gestern zum Beispiel nicht damit gerechnet, heute dieses Interview führen zu dürfen.

 


 

3. Gerade erst ist "Das Paket" erschienen und Sie haben Ihre 10-Jahre-Jubiläumstour abgehalten. Und nun erscheint mit "AchtNacht" Ihr nächster Psychothriller. Ist da überhaupt noch Zeit für die Familie?

 

Ich habe ja das Glück, mir meine Zeit frei einteilen zu können. Vielleicht bin ich über eine längere Zeit nicht besonders sozialkompatibel, aber im Unterschied zu einer Lehrerin oder einem Kassierer im Supermarkt kann ich auch mal entscheiden, den Tag mit meinen Kindern zu verbringen. Das ist ein großes Privileg für das ich sehr dankbar bin.

 


 

4. Der Klappentext zu AchtNacht klingt ja schon ein bisschen... makaber. Wie kommt man auf solche Ideen?

 

 

Inspiriert wurde ich durch den Film „The Purge“, der aber nur die Initialzündung lieferte. Ich frage mich schon lange, wie groß eigentlich eine Lüge sein muss, damit sie wirklich niemand mehr glaubt. Das ist auch die Kernfrage des sozialpsychologischen Experimentes in AchtNacht.
Jemand setzt eine absurde, wahnwitzige Lüge in die Welt und testet wie viele darauf hereinfallen, wenn ihnen gesagt wird, sie dürften in einer Nacht einen einzigen, per Losverfahren ausgewählten Menschen, straffrei töten. Tatsächlich läuft dieses Experiment dann schrecklich aus dem Ruder.

 


 

5. Recherchieren Sie viel für Ihre Bücher?

 

Ein Autor ist eigentlich permanent im Recherche-Modus, selbst wenn er gar nicht weiß, dass das, was er gerade erlebt, eventuell irgendwann für ein Buch relevant sein könnte.

 

 

 

 

 

6. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen! Ja, Herr Fitzek. Ihr Name wurde gezogen! Fight or Flight? ;-)

Ich bin ein Weichei. Ich würde mich verkriechen!

 


 

7. Ihre beste und schlechteste Eigenschaft?

 

Neugierde und Neugierde.

 


 

8. Sie können Nachworte, nicht wahr? Oder warum sind eben diese meistens ähnlich unterhaltend wie die Geschichten selbst?

 

Danke sehr. Ich versuche einfach jeden Raum, den mir das Buch zur Verfügung steht, zu nutzen. Wieso soll nur die Geschichte unterhalten und nicht auch das Cover, das Lesezeichen oder die Danksagung? Zudem finde ich es einfach langweilig, wenn am Ende eines Buches, für das ich ja mein Geld bezahlt habe, eine lieblose Liste mit mir unbekannten Namen kommt.

 


 

9. Dieses Jahr soll der ein oder andere Thriller von Ihnen verfilmt werden. Die Dreharbeiten zu "Abgeschnitten", was Sie zusammen mit Ihrem Kollegen Michael Tsokos geschrieben haben, sind schon abgeschlossen mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle. Wie fühlt sich das an? Und darf man als Autor mit ans Set oder sogar den ein oder anderen Einwand mit einbringen?

 

Das ist schon sehr aufregend und irgendwie auch merkwürdig, wenn man erlebt, wie die Gedanken sich auf einmal in der Realität manifestieren. Wir hätten sicher Einwände vorbringen können, aber tatsächlich haben wir nur über die enorme Professionalität am Set gestaunt.

 


 

10. Und auch Das Joshua-Profil und Passagier 23 werden von RTL für das Fernsehen verfilmt. Ein spannendes Jahr, oder?

 

Ja, zum Glück. Ich mag es ja, wenn es spannend ist.

 


 

11. Nach so vielen Projekten und stressigen Monaten - schonmal an Urlaub gedacht? ;-)

 

Daran denke ich ständig, weil ich sehr gerne verreise. Vor allem, weil ich dann wiede die Zeit finde, viele Bücher zu lesen.

 


 

12. Apropos Urlaub: Was sind denn Ihre nächsten Projekte? Wann lesen wir wieder den nächsten Thriller aus Ihrer Feder - das Tempo haben Sie ja schließlich selbst zuletzt angezogen! ;-)

 

Ja, aber AchtNacht war eine Ausnahme. Das Buch habe ich wie im Rausch geschrieben, und es ist dadurch sehr viel schneller fertig geworden worden als geplant. Somit ist es zwischen meine regulären Herbst-Veröffentlichungen gerutscht, und ich denke nicht, dass es so bald schon wieder zwei Bücher in nur einem Jahr geben wird.

 


 

Ich sage herzlichen Dank und freue mich über Ihre Antworten (und bin mindestens genauso gespannt, wie meine Leser ;-)
Ich habe zu danken!  «

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Andi (Montag, 03 April 2017 23:21)

    Schönes Interview! �