Abbott, Rachel
Das stumme Mädchen
Piper Verlag

384 S., TB

9,99 €

 

 

Das Leben von Emma Joseph könnte perfekt sein. Sie hat ein entzückendes Baby und einen liebevollen Ehemann – David. Doch David hat eine dunkle Vergangenheit: Bei einem mysteriösen Autounfall starb seine erste Frau und seine kleine Tochter verschwand spurlos. Als das Mädchen sechs Jahre später wie aus dem Nichts wieder auftaucht, wird Emma das Gefühl nicht los, dass von dem Mädchen eine stumme Bedrohung ausgeht. Handelt es sich tatsächlich um Davids Tochter? Und wenn ja, was hat sie zu verbergen?

 

Die Grundidee, ein verschwundenes Kind wieder auftauchen zu lassen, ist nicht unbedingt neu. Dennoch hat mich interessiert, wie dieser Thriller aufgebaut ist und was es mit Davids Tochter Natasha auf sich hat.
Das erste Drittel des Buches war wirklich sehr gut. Spannend und voller Überraschungen. Gerade die Szenen, in denen Natasha vorkam, wirkten sehr gut ausgeklügelt, gut aufgebaut und spannendn konzipiert. Im Wechsel wurde dann bei der Polizei ermittelt. Leider wurde das nicht im Klappentext erwähnt und deshalb bin ich nicht von Ermittlungsarbeit ausgegangen, sondern von einem Familiendrama. Das ist ein bisschen schade.
Allerdings noch blöder fande ich dann die Wende, die der Thriller genommen hat. Ab Beginn des zweiten Drittels entwickelt sich das Buch in eine vollkommen andere Richtung. Sehr schade, da die Grundidee so völlig verworfen wurde. Das hat mich wirklich gestört und hat mich dazu gebracht, die Seiten nur noch zu überfliegen. Ich hatte kein Interesse mehr, die Geschichte zu verfolgen, weil die Protagonisten einem plötzlich mehr oder weniger egal werden.
Ich hätte mir mehr Familiendrama und Psycho gewünscht anstatt Kriminalroman.

 

Fazit: Leider führt der Klappentext den Leser ein wenig in die Irre - daher konnte mich das Buch dann auch nicht mehr richtig fesseln.

 

 

 

 

6 von 10 Punkte

 

Danke an den Piper Verlag.

 

 

 

 

 

 

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