Arldige, M. J.

Kalter Ort

rowohlt

400 S., TB

9,99 €

 

 

Als Ruby aufwacht, weiß sie sofort, dass sie nicht in ihrem eigenen Bett liegt. Doch das ist nur Beginn ihres Albtraums. Jemand hält sie gefangen, in einem Zimmer, das an ein Puppenhaus erinnert.
Am anderen Ende der Stadt, Familienidylle, ein Tag am Strand. Bis eines der Kinder beim Spielen etwas entdeckt: eine Frauenleiche, tief vergraben im Sand. Vor Ort birgt die Polizei weitere Opfer. Allerdings hat niemand sie vermisst gemeldet, weder Eltern noch Freunde. Für D.I. Helen Grace Beweis genug, dass sie es mit einem Täter zu tun hat, der extrem klug und vorsichtig agiert. Und plötzlich begreift sie, dass für jemanden die Uhr ticken könnte, der noch am Leben ist.

 

Dieser dritte Band der Thriller-Reihe um D.I. Helen Grace unterscheidet sich von den bisherigen beiden doch recht stark. Das liegt vor allem an der Geschichte und deren Entwicklung. Ohne zu spoilern kann man sagen: Bisher gab es ein Todesopfer als "Startschuss" der Ermittlunge, sozusagen. Daraufhin folgten immer noch weitere Opfer, sodass es klar war, dass Grace einen Serienkiller jagen wird.

Nun ist es so, dass die Morde schon geschehen sind und Helen Grace die Opfer findet. Bis auf eines - und das ist Ruby. Denn mit ihr gibt es einen weiteren Erzählstrang. Und nicht nur den: Es gibt unterschiedliche Handlungsstränge für unterschiedliche ermittler, für Ruby, für die Angehörigen der Opfer, .... Also ganz schön viele. In typischer Arlidge-Manier sind die Kapitel wieder kurz gehalten, sodass sich ein schneller Wechsel in Ort und Zeit und vor allem Protagonisten-Perspektive ergibt. Das fesselt extrem und steigert die Spannung um einiges.

Dennoch war ich von diesem Band bisher am meisten enttäuscht. Er war insgesamt wieder super, spannend, und toll geschrieben, aber ich hatte das Gefühl, dass das kein wirklicher Fall für D.I. Helen Grace war. Er hat irgendwie nicht zu ihr gepasst, wenn die Fälle davor gekannt hat. Das ist jetzt schwer nachzuvollziehen - und deshalb empfehle ich einfach, die Reihe selbst zu lesen. Denn trotz dieses etwas schwächeren Bandes ist es mit Sicherheit eine der spannendsten und gelungensten Thriller-Reihen der letzten Jahre!

 

Fazit: Bislang der schwächste Band - und dennoch fesselnd und packend bis zur letzten Seite!

 

8 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0