Beckett, Simon

Totenfang (David Hunter 5)

Rowohlt Wunderlich

560 S., gebunden

22,95 €

 

 

Sein fünfter Fall führt Dr. David Hunter in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex, wo die Grenzen zwischen Land und Wasser verschwimmen. Aber die wahren Gefahren lauern nicht in der Tiefe, sondern dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Seit über einem Monat ist der 31-jährige Leo Villiers spurlos verschwunden. Als an einer Flussmündung zwischen Seetang und Schlamm eine stark verweste Männerleiche gefunden wird, geht die Polizei davon aus, Leo gefunden zu haben. Der Spross der einflussreichsten Familie der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die ebenfalls als vermisst gilt: Leo steht im Verdacht, Emma Darby und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Doch David Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, und der gehört definitiv zu einer anderen Leiche.
Für die Zeit seines Aufenthalts kommt David Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus unter. Es gehört Andrew Trask, dessen Familie ihm mit unverholener Feindseligkeit begegnet. Aber sie scheinen nicht die einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben. Und noch ehe der forensische Anthropologe das Rätsel um den unbekannten Toten lösen kann, fordert die erbarmungslose Wasserlandschaft erneut ihren Tribut…

 

In seinem 5. Fall muss Dr. David Hunter in eine sehr spezielle Umgebung. Die Backwaters, ein Mündungsgebiet in Essex ist nicht unbedingt das, was ein Rechtsmediziner und Anthropologe mag, um Leichen zu untersuchen. Vor allem, wenn es nicht bei einer Leiche oder Körperteil bleibt.

Was mich bei diesem David Hunter-Thriller begeistert hat, war zum einen der Schreibstil, zum anderen die mehr als gelungene Atmosphäre. Beckett beschreibt das Wetter, das Spiel von Ebbe und Flut, das unwirtliche, nasse und matschige Gebiet einefach unglaublich atmosphärisch. Dazu skurrile und seltsame Charaktere, die perfekt in das Szenario passen und die ein oder andere spezille und unkonventionelle Ermittlungsmethode.

Das Einzige, was mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte, war die Auflösung. Irgendwie passte die nicht zu dem gesamten Fall, zur gesamten Story. Aber vielleicht ist das auch nur meine persönliche Meinung.

Insgesamt ein spannender Thriller, voller interessanter Wendungen, neuer Toter, schwierigen Ermittlungen, authentischer Charaktere und einer mehr als gelungenen Atmosphäre!

 

Fazit: Gelungene Mischung, spezielle Auflösung - aber ein rundum solider, guter Thriller an grandioser Location! (SPOILER: Unbedingt mal Backwaters googeln und die Maunsell Forts ;))

 

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an den Wunderlich-Verlag!!

 

 

 

 

 

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