Benkau, Jennifer

Es war einmal Aleppo

ink rebels

510 S., TB

14,90 €

 

 

Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia kommt mit ihrer Familie aus dem Urlaub, und plötzlich leben mehrere hundert Flüchtlinge nebenan.
Klar – irgendwo müssen sie unterkommen. Aber ausgerechnet hier?
Doch dann trifft Toni auf Shirvan. Und mit jeder skeptischen Frage, die sie ihm stellt, wird die Sache verzwickter.

 

Eine starke Geschichte, von einem starken Mädchen erzählt.

Zu Beginn des Buches war ich echt wütend über die Protagonisten und deren Einstellungen - aber ich glaube, Jennifer Benkau hat genau dies gewollt ;-) Und dann kam nämlich die Entwicklung von Toni und Co....

Und nicht nur die ist grandios, sondern auch die Recherche, die hinter der Geschichte steckt. Selbst BFD'ler im Flüchtlingssozialdienst beim DRK, weiß ich ganz genau, wie es in Flüchtlingsheimen, Notunterkünften und LEA's aussieht - und war damit auch recht scharf darauf, zu schauen, wie nah dieser Roman an der Wirklichkeit dran ist, da ein großer Bestandteil IN einem Flüchtlingswohnheim spielt. Und dabei auch Regeln, Sozialdienst, etc. unter die Lupe genommen werden. Und ich muss sagen, Hut ab, eine wirklich grandiose Recherche; ich habe fast alles ähnlich oder identisch wieder entdeckt!

Des Weiteren eine tolle Geschichte, die sich spannend entwickelt, mit einem wirklich angenehmen Schreibstil.

Auch die Charaktere - wie schon erwähnt - sind klasse charakterisiert, authentisch und mit einer wirklich gelungenen Entwicklung, v.a. Toni und ihre Familie, aber auch Protagonisten wie Fee oder Shirvan.

 

Fazit: Sehr gut recherchierter und strak geschriebener Roman mit liebenswerten Protagonisten, der v.a. das Leben und die Arbeit in Flüchtlingsheimen unter die Lupe nimmt - und vielleicht die ein oder andere Angst mancher Menschen vor dem/den "Neuen" nehmen kann.

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an die Autorin für das Leseexemplar :-)

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0