Benway, Robin

Emmy und Oliver

Magellan Verlag

384 S., gebunden

17,95 €

 

 

Emmy hat es satt, ständig in Watte gepackt zu werden. Surfen oder auf Partys gehen kann sie nur hinter dem Rücken ihrer Eltern. Seit zehn Jahren geht das so, seit damals, als der Nachbarjunge entführt wurde. Und auch nachdem Oliver zurückgekehrt ist, ändert sich daran nichts. Dabei will Emmy einfach nur Zeit mit Oliver verbringen. Auf den Wellen reiten. Glücklich sein. Aber die Ereignisse der Vergangenheit haben nicht nur Schatten auf ihr Leben geworfen, sondern auch auf das ihrer Eltern. Emmy spürt: Um glücklich zu werden, muss sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Die Geschichte an sich und der Verlauf, die Entwicklung, die Szenen sind in diesem Jungendroman eher ruhig angelegt. Es ist ein bewusst "leise" und eben ruhig gehaltenes Buch, ohne große "Aufregungen". Dennoch gibt es immer wieder Passagen, die interessant, spannend und emotional sind. Das soll nicht bedeuten, dass andere Szenen nicht interessant sind. Keineswegs. Das ganze Buch hat eine angenehme, ruhige, entspannte Atmosphäre und erzeugt gleichzeitig ein gewisses Kopfkino.

Die Charaktere sind allesamt authentisch und sympathisch gestaltet. Für ein Jugendbuch wurden sie auch detailreich skizziert und entwickeln sich in gewisser Weise weiter. Im Vordergrund steht natürlich Emmy, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das macht sie auch bis auf ein paar Ausnahmen sehr interessant und ergreifend,

Zur Geschichte und vor allem zum Ende selbst möchte ich aus Spoiler-Gründen nichts sagen ;-) Es passt auf jeden Fall sehr gut zu der Ausgangsidee und der story-technischen Umsetzung der Handlung.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, lässt sich gut und schnell lesen.

 

Fazit: Ein gutes, ergreifendes und dennoch ruhiges Jugendbuch, das aber verschiedene Akzente setzt und Botschaften vermittelt.

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an Magellan :-)

 

 

 

 

 

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