Brian, Kate

Shadowlands

Coppenrath Verlag

14,95 €

300 S., gebunden


Rory ist auf der Flucht. Nachdem sie nur mit sehr viel Glück dem Serienkiller Steven Nell entkommen ist, wird sie zusammen mit ihrer Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Mit ihrem Vater und ihrer Schwester Darcy zieht sie in ein Haus auf einer kleinen versteckten Ferieninsel. Rory und Darcy finden schnell Anschluss im Ort, werden auf Strandpartys eingeladen und können das Leben wieder genießen. Doch irgendetwas sagt Rory, dass sie dem Frieden nicht trauen darf. Immer noch fühlt sie sich von Steven Nell verfolgt. Als plötzlich Menschen von der Insel verschwinden und niemand außer Rory etwas bemerkt, verhärtet sich ihr Verdacht, dass mit dem scheinbar so idyllischen Ort etwas nicht stimmt. Was haben die Bewohner zu verbergen? Als eines Tages auch Darcy verschwindet, steht für Rory fest, dass Steven Nell hinter dem Ganzen steckt. Doch was sie dann herausfindet, erschüttert alles, woran sie bisher geglaubt hat, in seinen Grundfesten ...


Der Einstieg schien mir sehr gelunegn. Auf den ersten Seiten kam schon extreme Spannung auf. Die Sicht des Mörders Steven Nell und die Sicht der Hauptprotagonistin Rory immer im Wechsel.

Auf den ersten Seiten Spannung pur, auch dann die Auflösung um Steven Nell's Person sehr gut gemacht. Doch ab dem Moment ging das Buch den Bach runter......

[ACHTUNG: SPOILER]

Zuerst, die unglaubwürdige Aktion: Rory findet in ihrem Haus eine Nachricht von Nell. Wie bitteschön schafft es ein Serienmörder in ein von mehreren dutzend Polizisten und FBI'lern bewachtes Haus? Die darauffolgende Erklärung, die ich jetzt nicht spoilern möchte, ist definitv nicht befriedigend....

Gut, dann wird die Familie in einZeugenschutzprogramm geschickt und auf eine Insel verfrachtet. Interessanter Nebenfakt: Der Vater fährt ganz allein dahin, nichts von wegen Begleitschutz oder Ähnlichem, ist ja nicht so, dass der Mörder noch auf freiem Fuß ist...

Auf der Insel angekommen - wer hätte es gedacht - läuft das Leben von Rory, ihrer Schwester und dem Vater nicht normal. Seltsame Dinge passieren. Seltsame Dinge passieren. Seltsame Dinge passieren. Und das so ca. 150 Seiten lang. Und das beste: Aus dem Nichts der Showdown: Schwester weg, Rory und ihre neuen Freunde, denen sie aber eigentlich überhaupt nicht traut interpretieren die von Nell gelegten Spuren richtig (das ist nämlich ein richtiger Psycho, der will mit ihr spielen, und das aus einem Grund....), und jetzt kommts: Sie folgt ihm in eine abgelegene Hütte. Das dass nicht gut gehen kann... aber ihre Vielleicht-Freunde sind ja und retten sie. Und dann kommt eine Aussage, da hätt' ich doch das Buch am liebsten aus dem Fenster geschmissen - Entschuldigung. Die hat mir wirklich den ganzen Lesespass (?) noch mehr vers.... (wer es genau wissen will: der letzte Satz).

ABER: Wir wollen auch noch ein paar positive Argumente loswerden.
Gut gelungen fande ich vor allem, wie die Autorin teilweise zumindest starke Spannung erzeugt hat. Ohne groß Blutvergiesen - und wenn, nur im Alptraum - arbeitet sie vor allem mit "psychischen Mitteln": Angst wird wahnsinnig gut vermittelt, dazu Nebel, der abends immer von der See ans Land zieht,... Das war wirklich stark!

Auch zum Lesen war das Buch wirklich gut. Einfacher, lockerer Schreibstil.


Fazit: Ein Buch, das den Titel "Thriller" nur am Anfang verdient. Ein Buch, das nach 50 Seiten sich in eine ganz andere Richtung verändert. Ein Buch, das - für mich persönlich - grottenschlecht endet (gut, es gibt noch Band 2 und 3, bisher nur im Englischen,..., aber ob es da noch was zu retten gibt, bezweifle ich). Eine Mischung aus wenig Thriller, einem Genre, das ich nicht beschreiben kann, SF und Fantasy. Von mir aus keine Leseempfehlung!


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