Bush, Nancy

Niemals wirst du ihn vergessen

Droemer Knaur

448 S., TB

9,99 €

 

 

„Was sie zuvor mit mir getan, das tu ich jetzt den andern an“ ritzt er ihnen in die nackte Haut, nachdem er sie vergewaltigt und stranguliert hat. Seine Opfer sind alle jung, hübsch, brünett – genau wie die eine, auf die er es abgesehen hat: Detective September Rafferty vom Laurelton Police Department, Oregon. Ihr schickt er eine ihrer Kinderzeichnungen, auf die er in blutroten Buchstaben seine tödliche Nachricht kritzelt. September versteht sofort, dass sie den Serienmörder offenbar aus Kindertagen kennt und er hinter ihr her ist – doch warum? Im Zuge der Ermittlungen trifft sie ihre Jugendliebe Jake wieder. Er bietet ihr seine Hilfe an, doch September weiß, dass sie jedem ihrer alten Bekannten mit Misstrauen begegnen sollte …

 

In diesem zweiten Band der Trilogie um die Detectives-Geschwister September "Nine" und August "Auggie" Rafferty stehen eben diese beiden Protagonisten im Vordergrund, nicht wie im ersten Band eine außenstehende Person. Dieses Mal geht es um das Leben und die Geschichte von September, zudem um ihre Familie (mama mia, kommt da einiges auf einen zu :D ) und das klitzekleine Problemchen, dass ein Irrer es auf sie abgesehen hat. Und zwar einer, den sie schon aus Grundschulzeiten kennt und der ihr vielleicht näher steht als zunächst gedacht.

Dieser zweite Band ist alles in allem etwas schlechter als sein Vorgänger. Das liegt an zwei Gründen: Zum einen an der Familie und den unterschiedlichsten Beziehungen - die Raffertys sind nicht so einfach. Da gibt es zig Namen und Konstellationen, wer mit wem und so weiter. Die dutzend Geschwister (ganz soo viele sind es nicht ;-)) und die ehemaligen Freunde, Mitschüler, Freunde der Mitschüler, Freunde der Freunde der Mitschüler, usw. Und all die müssen befragt und verdächtigt werden. Kein Wunder, dass man da als Leser schon mal durcheinander kommen kann (zudem, wenn viele der Personen nichts mit dem Fall zu tun haben).

Der zweite Punkt ist der, dass die Geschichte im ersten Drittel recht zäh und langatmig war und erst im letzten Drittel die Fahrt aufgenommen hat, die man von Band 1 kennt.

Deshalb gibt es am Ende etwas Abzug - dennoch ist die Geschichte von den Raffertys meiner Meinung nach lesenswert, da sie noch mehr über September und ihre Vergangenheit zeigt und am Ende auch wieder die gewohnte Spannung aufweist.

 

Fazit: Schwächer als der erste Band. Dennoch wieder eine interessant gestaltete Geschichte mit einem spannenden Fall.

 

7 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur.

 

 

 

 

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