Callaghan, Helen

Dear Amy

Dromer Knaur

400 S., broschiert

14,99 €

 

 

Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.
Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?

 

Was mich an diesem Buch wirklich genervt hat - um direkt mit dem Negativen zu starten - war die Protagonistin Margot. Im Umschlag wird angedeutet, dass sie eine unzuverlässige Erzählerin ist, was gut und schön ist und ich als rhetorisches Mittel auch akzeptiere. Aber: Deshalb ist sie nicht berechtigt, so schwachsinnig zu sein - und damit meine ich ihre Art und Weise zu handeln, dass man es ihr als Leser fast nicht mehr abkauft, sondern denkt, vera****t zu werden... Das war echt an der Grenze und manchmal musste ich mich zwingen, weiterzulesen.

Dennoch war die Story spannend und gut erzählt: Der Schreibstil war flüssig und fesselnd zu lesen, sodass man flott in der Geschichte voran kam. Und die war - bis auf den ein oder anderen Aussetzer von Margot - wirklich spannend. Gerade der Spannungsverlauf und das Ende konnte mich überzeugen, auch wenn ich immer mehr einen Hass gegen die Hauptfigur entwickelt habe...

 

Fazit: Leider nur ein ordentlicher Thriller, was an der Charaktergestaltung lag. Ansonsten eine runde Sache aus spannender Story und fesselndem Stil.

 

 

 

 

7 von 10 Puntkte

 

Danke an Dromer Knaur.

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0