Carter, Chris

I am Death. Der Totmacher

Ullstein

384 S., TB

9,99 €

 

 

Eine brutal zugerichtete Leiche wird vor dem Los Angeles International Airport gefunden. Sie wurde wie ein Hexagramm in Menschenform hindrapiert. In ihrem Hals steckt ein Zettel mit einer Botschaft: Ich bin der Tod. Detective Robert Hunter ist sich sicher, den Mörder zu kennen. Doch langsam kommt ihm der Verdacht, dass er den Falschen jagt. Und der wahre Täter ein Geheimnis verbirgt, so entsetzlich, dass kein Mord seinen Hunger nach fremdem Leid jemals stillen kann.

 

Zunächst einmal zu zwei Punkten, für die das Buch selbst nichts kann, sondern viel mehr der Verlag: Der Klappentext gibt eigentlich nur in den ersten drei Sätzen, sprich der Hälfte, die Handlung des Buches an. Wie man auf den Rest des Klappentextes kommen kann, ist mir rätselhaft - und so hat man möglicherweise falsche Erwartungen.

Apropos falsche Erwartungen: Schade finde ich den Titel. "Der Totmacher" passt zwar wunderbar in die Reihe, da die vorigen Titel auch so bzw ähnlich klangen, dennoch fände ich die klassische Übersetzung "Ich bin der Tod" (darum geht es ja) besser. Zudem wurde diese ja auch durch den englischen Schriftzug als Ober-Überschrift auch angekündigt (Weshalb hat dieser Band überhaupt "zwei" Titel?! Ich hatte ja zunächst die Vermutung, dass es sich um eine neue, kleine Reihe in der großen Robert Hunter-Reihe handelt, möglicherweise eine Trilogie mit dem Titel "I am Death" und dann jeweiligen Untertiteln. Hätte sogar ganz gut gepasst bzw klappen können - sogar das letzte Kapitel bzw der Anfang des Kapitels sprachen dann dafür, bis es dann innerhalb des Kapitels eine Wende gab und ich meine Vermutung wieder begraben durfte^^).

Jetzt aber zum "Totmacher" selbst. Ich fande die Story nicht soo spannend anfangs bzw im Mittelteil wie sonst als. Gegen Ende nimmt sie dann typischerweise nochmals richtig Fahrt auf. Typisch sind auch die unterschiedlichen Erzählstränge, die sehr gut kombiniert werden. Vor allem, weil es recht lange dauert, bis der Leser darauf kommt, wie alles zusammen hängt (zumindest ging es mir so). Das fand ich aber auch sehr positiv: Die Auflösung am Ende kam irgendwie überraschend und war dennoch logisch. Nicht so logisch - aber das ist ja bei der Reihe typisch - sind die Ermittlungen, bei denen es oft um Vermutungen oder Ideen geht, die Hunter hat und die sich dann glücklicherweise als fast immer wahr heraus stellen.

Dennoch habe ich mich wieder einmal seh gut unterhalten gefühlt und das ist ja die Hauptsache!

 

Fazit: Ein weiterer spannender Fall für Hunter und Co - gerade die Idee und die Auflösung fand ich sehr interessant und gut umgesetzt; genauso wie das Verflechten der vielen Handlungsstränge.

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an Ullstein!

 

 

 

 

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