Cleave, Chris

Brief an einen Attentäter

dtv

304 S., TB

9,95 €

 

 

Eine wahnwitzige, anrührende, überwältigende Geschichte – der Brief einer Mutter an einen Attentäter. Ihr Mann, ein Polizist, und ihr vierjähriger Sohn sind bei einem Terroranschlag auf ein Londoner Fußballstadion getötet worden. In ihrem Brief an Osama bin Laden klagt sie an, schildert ihr Leben, ihre Familie, ihr Glück und ihr Unglück. Es entsteht das packende und herzzerreißende Bild einer Frau aus der Arbeiterschicht, die sympathisch, sarkastisch und ganz und gar keine Heilige ist. Auch ihre Familie war keine Bilderbuchfamilie – doch ohne sie kann die Briefschreiberin nicht weiterleben wie bisher. Der Terror bekommt eine furchtbare Macht über sie …

 

Eine junge Mutter, die namenlose Hauptfigur, wendet sich mit einem 300 Seiten dicken Brief direkt an Osama Bin Laden. In einem Zeitraum von einem Jahr nach dem Terroranschlag, in dem ihr Sohn und ihr Mann ums Leben kamen, erzählt die Mutter von allem, was ihr so durch den Kopf geht, wie sich ihr Leben verändert hat. Und das immer duzend und mit alltäglichen Beispielen. Das Buch zeigt, wie Autor Chris Cleave das Leben der Namenlosen nach einem unglaublichen Verlust widerspiegelt. So ist es auch sinnbildlich, dass sich die Mutter weiter entwickelt, zeigt, dass es weitergeht, weitegehen muss. Zugleich ziegt Cleave auf eine Art und Weise  regelrecht dystopische Szenen die der Terror in London mit sich bringt. Und die sind leider in aktuellen Zeiten mehr als real.


Fazit:
Chris Cleave zeigt uns eine aktuelle Gesellschaft durch eine ganz spezielle Heldin mit Sarkasmus und schwarzem Humor - trotz schrecklicher Ereignisse.

 

 

 

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an dtv für das Leseexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0