Cross, Ethan
Spectrum
Bastei Lübbe
512 S., TB

11,00 €

 

 

August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.

 

Ein neuer Ethan Cross, ganz anders, als die Vorgängerreihe, mit einem neuem Protagonisten: August Burke. Er ist seltsam, durch seine Krankheit bedingt und deshalb auch ein Genie. Einer von drei Hauptfiguren, die mich überzeugen konnten. Einfach, weil er so authentisch und echt, anders und auch ein wenig abgehoben ist. Das hat gut gepasst. Dann gibt es noch ein paar weitere Protagonisten, die kleinere Rollen spielen, aber auch sehr ordentlich skizziert wurden und ihre Sache gut gemacht haben.
Der Schreibstil von Cross ist sehr locker und schnell zu lesen, was die Spannung hochhält. Apropos Spannung: Da kommt jetzt nämlich der ordentliche Kritikpunkt. Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Und dann wurde es zu einem typischen 0815-Amerika-Geheimdienst-Verschwörungs-Politik-Thriller. Total schade! Denn die erste Hälfte war extrem überzeugend: Sehr interessante "Täter", super Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten in den Kapiteln - und dann ändert sich die Storyline einfach total. Leider, leider, denn ab dort hat mir der Thriller dann einfach gar nicht mehr zugesagt.

 

Fazit: Starkere Beginn, schwacher Verlauf - schade, dass der Storytwist dem Buch nicht gut tut. Denn ansonsten ein guter Thriller mit besonderen Charakteren.

 

 

 

 

6 von 10 Punkte

 

Danke an den Bastei Lübbe-Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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