Delaney, JP
The Girl Before
Penguin Verlag

400 S., broschiert

13,00 €

 

 

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

 

Eine spannende Idee, gut umgesetzt: Denn die Kapitel sind immer aus zwei Sichten im Wechsel geschrieben. Zum einen aus der Perspektive von Jane, zum anderen aus der von der Vormieterin. Dabei ist sehr gelungen, dass wenn beispielsweise die Erzählung von Jane im Kapitel zum Ende ist, direkt daran angeknüpft wird im Kapitel der Vormiertein - weil genau die Situation sie auch erlebt hat. Dadurch erhöht sich die Spannung und die ganze Geschichte wird unheimlicher und packender.
Dazu ein guter, flüssiger und schnell zu lesender Schreibstil, der den Leser abholt und mitnimmt - und nur wenig Luft zum Atmen lässt.
Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, allerdings immer wieder mal auch recht 0815-mäßig, sprich sie verhalten sich etwas naiv oder "typisch", was ein bisschen schade ist.

Gestört hat mich das Ende des Thrillers, das man zwar so nicht unbedingt vermutet hat, aber doch meiner Meinung nach unpassend ist. Mehr möchte ich nicht sagen, sonst würde ich ja die ganze Geschichte spoilern ;-)

Fazit: Unterhaltsame Geschichte, gut und spannend geschrieben - allerdings mit einem doofen Ende.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

Danke an den Penguin Verlag für das Leseexemplar!

 

 

 

 

 

 

 

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