Dionne, Karen

Die Moortochter

Goldmann Verlag

384 S., broschiert

12,99 €

 

 

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

 

Der Thriller setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die immer im Wechsel geschildert werden. Da ist zum einen das "alte" Leben der jungen Helena, die im Moor aufwächst und von ihrem psychopathischen Vater lernt, den sie vergöttert - weil sie nichts anderes kennt und ihre Mutter sie abweist. Diese wurde von Helenas Vater damals entführt...

Zum anderen geht es dann natürlich um die Flucht ihres Vaters bzw. der Jagd zwischen ihr und ihm. Obwohl dies eigentlich der Hauptbestandteil des Buches sein sollte, kommt mir dieses Thema allerdings zu kurz. Dadurch, dass auch Helenas Vorgeschichte die Hälfte des Buches einnimmt, wird die Spannung reduziert. Keine Frage, gerade auch diese Vorgeschichte ist für Helenas Entwicklung wichtig, dennoch hätte man sie kürzen oder aber den Teil mit der Jagd verlängern können.

Leider bleibt Helena als Hauptfigur eher nüchtern oder sachlich, wird nicht sympathisch - bleibt sozusagen auf Abstand vom Leser, was ein bisschen schade ist, aber auch zur Handlung passt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und leicht, man kann die Geschichte also schnell runterlesen. Und das ist auch das, was hängen bleibt am Ende: Ein Thriller, der nett geschrieben und teilweise auch echt mal heftig ist - aber leider nichts, was sich abhebt, obwohl das Potential bzw. die Idee dagewesen wäre. Dafür bleibt allerdings die Spannung immer mal wieder auf der Strecke.

 

Fazit:

Ordentlicher Thriller, den man schon mal lesen kann: Interessante Idee, leider aber immer wieder zu spannungsarm.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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