El Akkad, Omar
American War
Fischer Verlag

448 S., gebunden

24,00 €

 

 

»American War« - das Buch der Stunde. »Ein gewaltiger Roman«, schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.

 

Omar El Akkad schreibt nicht über Krieg, sondern über Zerstörung. Die Zerstörung physischen wie psychischen Lebens. Und doch geht es auch über Verständnis. Denn Zerstörung ist ein Teufelskreislauf ohne Entkommen.
American War ist grausam und brutal geschrieben und beschrieben. Und leider auch sehr realistisch. Eine mögliche Zukunft Amerikas könnte so aussehen. Trump und Co. machen es möglich...
Dystopisch und doch irgendwie auch nicht. Denn alles, was El Akkad in American war erzählt, existiert irgendwie schon. Nur noch sehr auseinander gezogen - aber es ist eine Frage der Zeit, bis sich all das verdichten könnte.
All das wird am Beispiel der Chestnuts erzählt. Dabei steht dann eine Familie im Vordergrund, die so ziemlich jeden repräsentieren könnte. dadurch lebt und leidet man mit den Chestnuts mit. Man baut Symapthien auf und verachtet andere Charaktere - und umso grausamer ist es dann, wenn etwas passiert, was gar nicht passieren dürfte - und es ein jeder sein könnte.

 

Fazit:
Omar El Akkad schreibt so realistisch, weil er die realität im Buch beschrieben hat. Alles, was die Chestnuts erleben müssen, existiert - und ist auf einen Raum zusammen verdichtet. Umso erschreckender, wenn man weiß, dass all das fast jeden von uns fast jeden tag treffen könnte - oder trifft.

 

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0