Elgar, Emily

Schweige nun still

Goldmann Verlag

448 S., TB

10,00 €

 

 

Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen. Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist …

 

Leider konnte mich der relativ langatmige Schreibstil nicht wirklich abholen. Der eigentlich geschickte Schachzug, die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, verliert im Verlauf der Seiten immer mehr an Reiz, umso mehr, als die dargestellten Personen nicht wirklich psychologisch nachvollziehbar denken und handeln.  Eine lange Zeit führt die Handlung überhaupt nicht weiter. Erst auf den letzten paar Seiten passiert alles auf einmal. Irgendwie eine seltsame Mischung das Ganze - und irgendwie nicht so wirklich meins.

 

Fazit: Erst langatmig, dann alles auf einmal. Hm.