Etzold, Veit

Todesdeal

Droemer Knaur

480 S., broschiert

14,99 €




Im afrikanischen Kongo wütet seit Jahrzehnten ein grausamer Krieg. Es ist ein Kampf um die kostbaren Rohstoffe, die dieses ansonsten so bitterarme Land in Fülle abbaut und die in jedem digitalen Gerät stecken. Martin, ein junger Berliner Journalist, reist für seinen ersten großen Rechercheauftrag in den Kongo. Kurz nach seiner Ankunft wird er von den Milizen eines Warlords in Geiselhaft genommen. Ausgelöst wird er von einer Geschäftsfrau aus Ruanda. So gerät der unerfahrene Journalist in die gnadenlosen Hände von russischen Oligarchen, chinesischen Investoren und deutschen Waffenhändlern. Zu spät stellt Martin fest, dass auch er nur Verhandlungsmasse in einem geopolitischen Schachspiel ist, in dem die Rohstoffverteilung für das 21. Jahrhundert festgelegt wird. Und dass dieser erste große Rechercheauftrag vielleicht sein letzter sein könnte.


Wieso ich das Buch gelesen habe? Das liegt vor allem daran, dass ich das Thema a) spannend und wichtig finde und b), da ich durch meinen Seminarkurs damit recht vertraut war.

Deshalb klang der Klappentext auch einfach unglaublich reizend und ich musste dieses Buch lesen. Und ich kann schon einmal vorgreifen und sagen, dass es mich im Großen und Ganzen überzeugt hat.


Der Inhalt ist nicht immer ganz einfach, allerdings versteht man ihn gut. Das "Polit" des "Politthrillers" kommt schon durch, hält sich aber so, dass man auf dem Gebiet kein Experte sein muss, um die Story zu verstehen.

Auch der "Thriller" kommt nicht zu kurz, das Buch lebt von vielen Cliffhangern an den Enden der kurzen Kapitel, die immer aus unterschiedlicher Sicht der Charaktere geschrieben sind.

Inhaltlich wechselt die Story auch von der politischen Ebene in die journalistische und in einen rasanten Action-Thriller, wobei gerade dieser noch etwas mehr hätte sein dürfen, sprich etwas länger wäre noch besser gewesen - persönliche Meinung! ;-)


Die Charaktere sind alle ganz unterschiedlich und man durchschaut mit der Zeit ihre Machenschaften, was das Ganze ziemlich spannend und nicht öde macht.

Apropos öde. Da gibt es im ganzen Buch nur ganz wenige Stellen, die etwas Längen haben und die man hätte etwas kürzen können. Meistens ist eine Spannung vorhanden und wenn nicht bewusst durch Action und Geballer, dann unbewusst. Und so existiert auch ein Sapnnungsbogen, der bis zum Schluss anhält.


Der Shwodown konnte mich auch überzeugen, genauso wie der Schreibstil, der angenehm und sehr flüssig zu lesen ist. Das ist gut, denn ich hatte schon befürchtet, dass dieser sehr "abgehoben" und kompliziert werden könnte, aufgrund des Genres.


Sehr, sehr, sehr gut ist, dass dieses Buch dieses wichtige Thema Seltene Erden/Coltan/Ausbeutung aufgreift. Viele wissen gar nicht so recht, was das eigentlich ist, obwohl es so wichtig ist. Das Buch öffnet sicherlich vielen Lesern - wenn sie es nur wollen - die Augen. Außerdem kann es dafür sorgen, dass das Thema vielleicht wieder mehr in den Blickpunkt rückt!


Fazit: Vei Etzold greift hier ein wichtiges Thema auf und verpackt es in einen spannend und gut zu lesenden Politthriller.



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