Fitzek, Sebastian

Das Joshua-Profil

Bastei Lübbe

432 S., gebunden

19,99 €



Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


Der vielleicht beste Fitzek, so viel schon mal vorneweg!

Auch dieses Mal wieder - so wie eigentlich immer - ist die Handlung vor allem durch viele Charaktere anfangs auch ziemlich verstrickt. Doch nach und nach kommt man den Ereignissen auf die Spur. Auch anders, als zum Beispiel beim Passagier 23: Das eigentliche Ende und die Auslösung kommt schon gute 100 Seiten vor Ende des Buches. Dann folgt noch ein weiterer Teil der Geschichte, mit dem man nicht gerechnet hat.

Wieder einmal greift Fitzek in seinem neuen Buch zwei, vielleicht sogar drei brandheiße, aktuelle Themen auf und verarbeitet diese gut. Man merkt, wie gut für dieses Buch recherchiert wurde, da es beunruhigenderweise extrem realistisch geschrieben ist und auch extrem realitätsnah ist!

Zum Inhalt selbst gar nicht mehr viel: Nur, dass die anfänglich wirre Beschreibung des Klappentexts auch im Buch zunächst einmal etwas verwirrend weitergeht, aber dann immer logischer und ausgeklügelter wird.

Die Charaktere sind supergut ausgestattet. Sie sind authentisch, haben einen gewissen Tiefgang und als Leser schließt man auch manchmal zunächst die Falschen ins Herz... ;-)


Der Schreibstil ist typischer Fitzek-Stil: Gut und angenehm zu lesen. Das ganze Buch ist im typischen Fitzek-Stil; es ist zunächst nicht ganz einfach und ziemlich verwirrend durch die verschiedenen Protaginisten, kann den Leser aber trotzdem fesseln und mit einer guten Auflösung überzeugen.


Ich habe "Die Blutschule", die auch zum Buch irgendwie dazugehört, zuerst gelesen udn war hinterher froh darüber, da manches im "Joshua-Profil" Stellen in "Die Blutschule" spoilert. Also deshalb meine Empfehlung: Erst Blutschule, dann Profil.


Fazit: Superspannend, aktulle Thematik und wieder einmal bis ins kleinste Detail ausgeklügelt: Absolute Leseempfehlung!



10 von 10 Punkte


Danke an Bastei Lübbe!




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Kommentare: 2
  • #1

    Alexander (Montag, 02 November 2015 15:50)

    Dein Hinweis auf "Die Blutschule" ist besonders hilfreich.

    Wenn man nämlich mal unterstellt, dass der Autor der "Blutschule", MAX Rhode, ein Pseudonym ist, dann könnte auf eine Verbindung zu dem Schriftsteller "Max" aus diesem Buch geschlossen werden ;-))

  • #2

    Andi (Montag, 16 November 2015 11:58)

    Und hier bin ich grad dran. Finds schon nach den ersten Seiten gut.