Fitzek, Sebastian

Der Augensammler

Droemer Knaur

464 S., TB

9,99 €

 

 

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

 

Der Augensammler gilt zurecht als womöglich bester Fitzek überhaupt (wobei mir auch der Passagier 23 und das Joshua-Profil sehr gefallen haben). Aber dennoch ist dies ein Thriller der Extraklasse. Das geht schon los mit der Aufmachung. Die Seitenzahlen laufen rückwärts, das Buch beginnt mit dem Epilog. Und ganz am Ende, also am Prolog (gecheckt? ;-)), wird auch klar, warum: Und es ist umso erschreckender.

Die Geschichte an sich ist einfach nur fesselnd. Man kommt fast nicht mehr von ihr los, auch wenn manche Charaktere ziemlich speziell sind.

Was mir aber immer am besten gefällt bei den Fitzeks, das sind die Enden. Da gibt es meistens nämlich einen unerwarteten Twist. Und eben diesen gibt es auch hier... und der ist genial - mehr wird nicht verraten.

Hauptprotagonist ist Zorbach, ein Ex-Polizist und jetziger Journalist, der sich zur Aufgabe gemacht hat, den Augensammler dran zu bekommen. Wir erfahren wieder viel über die Charaktere, so erhalten sie eine gewisse Tiefe und man kann sich mehr mit ihnen identifizieren.

Wie schon angedeutet: Das Ende ist wirklich sehr gut. Es ist schlüssig, es wird alles aufgelöst, und doch ist alles anders als gedacht: Vor allem, wer der Augensammler ist...

Der Schreibstil - erste Sahne. Nichts dran auszusetzen. Prägnant, klar, gut zu lesen, flüssig. Eben das, was man möchte, wenn man einen guten, spannenden und flotten Psychothriller lesen möchte,

 

Fazit: Spannend, fesselnd, typisch Fitzek.

 

10 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0