Gößling, Andreas

Wolfswut
Droemer Knaur

broschert, 528 S.

14,99 €

 

 

Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

 

Andreas Gößling ist bekannt von den True-Crime-Thillern "Zerschunden", "Zersetzt" und "Zerbrochen", die gemeinsam mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos entstanden sind. Er greift in "Wolfswut" erneut auf einen spektakulären Fall aus der jüngeren Kriminalgeschichte zurück.

Das „Jekyll & Hyde“-Phänomen fasziniert mich seit langem, also die nach außen unauffällige Spaltung einer Persönlichkeit in Biedermann und Bösewicht oder Hütehund und Wolf. Als ich in den Medien von dem Fall des braven Familienvaters, Kleinunternehmers und geselligen Freizeitmusikers Manfred S. erfuhr, der in einer Garage Leichenteile seiner Opfer lagerte, war mein Interesse sofort geweckt.

Andreas Gößling

 

 



Schnörkellos wie ein Tatsachenbericht und mit vielfältigen Informationen versehen, präsentiert Gößling "Wolfswut" seinen Lesern und schockt dabei neben detailliert beschriebenen Leichenfunden vor allem mit Folterszenen, die akribisch geschildert worden sind. Vieles hat mich an "Strategien" von Chris Carter erinnert, der einen ähnlich Schreibstil und Typos bedient. Nichtsdestotrotz spannende Unterhaltung, auch wenn Gößling gewisse Klischees bedient.

 

Fazit:
Spannender und unterhaltsamer Thriller, der auf wahren Begebenheiten beruht.

 

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur.

 

 

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