Grey, S. L.

Under Ground
Heyne

384 S., broschiert

12,99 €

 

 

Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker – das Sanctum –, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.

 

"Under Ground" besticht durch seine beklemmende Atmosphäre und die Vorstellung, was wäre wenn...

...und kann doch nicht die Erwartungen hundertprozentig erfüllen.

Das liegt vor allem an den Charakteren - sie sind mehr oder weniger authentisch, haben aber zwei Probleme: Zum einen ist die Entwicklung, welche sie durchmachen, eher flach gehalten und flach gehalten sind die Protagonisten generell, Tiefe Fehlanzeige. Zum anderen sind es 0815-Charaktere: Sprich, Klischee lässt grüßen... Schade eigentlich, denn die Story hat Potential und einige Spannungs- und Unterhaltsungsmomente.

Die Story ist nämlich alles in allem wirklich in Ordnung, eine Durschnitts-Thriller-Handlung also, und das macht sie wirklich souverän. Da gibt es nichts auzusetzen, genauso wenig wie am Schreibstil - auch der ist wirklich gut, schön flüssig, angenehm zu lesen und fesselnd.

Schade also, dass die Charaktere dieses Buch nach unten ziehen!

 

Fazit: Ein alles in allem Durchschnitts-Thriller, dessen Charaktere aber ein No-go sind. 0815 und klischeehaft - schade, ansonsten wirklich eine spannende Idee!

 

6 von 10 Punkte

 

 

 

 

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