Grimm, Lucas

Nach dem Schmerz

Piper Verlag

320 S., broschiert

16,99 €

 

 

Die gefeierte Cellistin Hannah Gold berührt die Menschen mit ihrer Musik, doch an sie selbst kommt nichts und niemand heran: Seit sie vor 25 Jahren gefoltert wurde, kann Hannah keinen Schmerz mehr empfinden. Die damals Siebenjährige wurde vor den Augen ihres Vaters, einem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR gequält, um geheime Informationen aus ihm herauszupressen. Er schwieg - aber schwieg er mit Absicht, um den Preis ihres Lebens? Hannah hat ihren Vater nie wieder gesehen, bis er eines Abends plötzlich in einem ihrer Konzerte sitzt. Von da an wird sie in einen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen. Wird verfolgt, angegriffen, gejagt. Es gibt keinen sicheren Ort mehr für sie, und sie begreift, dass es nur einen Ausweg geben kann: Sie muss hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen.

 

Ordentlicher Thriller mit ein paar Schwächen und Längen.

Eine interessante Idee - und durchaus ordentliche Umsetzung. Ich war zuvor ein bisschen skeptisch, ob "Nach dem Schmerz" nicht zu politisch wird, dich Lucas Grimm löst das sehr gut.
Zu Beginn braucht man ein bisschen, bis man in die Geschichte hinein kommt, Spannung setzt erst gegen Mitte so richtig ein. Dennoch kann "Nach dem Schmerz" unterhalten, weil der Thriller sehr gut konstruiert und intelligent ausgedacht ist. Es kommen keine Logischen Fehler vor, Fragen werden beantwortet und ein überraschendes Ende präsentiert.

Dazu gibt es keine 0815-Charaktere, sondern gut durchdachte und authentische Personen, allen voran natürlich Hannah, aber auch meherer Nebenfiguren oder auch ihr Vater.

Storytechnisch bedingt haben die natürlich eine spezielle Geschichte, die nach und nach gut ausgebreitet und präsentiert wird.

 

Fazit: Mit einem angenehmen Schreibstil und einer guten Idee, schreibt Lucas Grimm einen ordentlichen Thriller, dem es ab und an zu Beginn an Spannung mangelt.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

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