Hankins, James

Sechzig Sekunden

Piper Verlag

464 S., TB

9,99 €

 

 

Das Gesicht oder beide Füße verlieren? Alle Zähne oder ein Ohr? Sich selbst umbringen oder zusehen, wie die eigene Frau erschossen wird? Ein perfider Killer treibt in Boston sein Unwesen. Er stellt seine Opfer vor die Wahl. Sechzig Sekunden haben sie Zeit, sich zwischen zwei Optionen zu entscheiden – eine grausamer als die andere. Detective John Spader ermittelt auf Hochtouren. Doch schon bald gerät er selbst ins Visier des Täters – und das Leben seiner Familie steht auf dem Spiel …

 

Was dieser Autor an Potential verschenkt, ist fast schon traurig... Bei "Brothers and Bones" war ich ja schon erstaunt, wie man aus einer guten Idee eine solch grottige Umsetzung machen kann. Und nun ja, was soll ich sagen, auch "60 Sekunden" ist leider keineswegs besser geworden. Eine grandiose Idee, die ich gerne von Autoren wie M. J. Arlidge, Simon Beckett oder Chris Carter umgesetzt gesehen hätte. Aber James Hankins war derjenige, der leider mal wieder sich an einem Thriller versucht hat... Das muss ich wirklich so sagen, wie es ist. Es ist nämlich nicht nur für die Opfer grausam, sondern auch für den Leser. Denn anstatt spannende Lesestunden zu bekommen, wird man mit Banaliäten, Langatmigkeit, Rückblicke auf alte Fälle, den Problemen der Ermittler und weiteren Dingen konfrontiert. Nur leider ohne Erfolg, denn der Leser legt früher oder später (aber eher früher) das Buch weg, um sich spannender Litertatur zu widmen. Dass in diesem Buch ermittlet wird, habe ich innerhalb von 100 Seiten auf gefühlt 10 mitbekommen und auch das nur, weil Detective Spader in Besprechungen den neuesten Stand der Dinge erfahren wollte, den es aber nicht gab. Wofür ich Punkte gebe sind die vereinzelten Kapitel, in denen der Killer seine Opfer besuchte und diese vor die Wahl stellte. Denn die waren wirklich gut und spannend - aber leider auch viel zu schnell wieder vorbei.


Fazit: Ich gebe hiermit offiziell die Hoffnung auf und verabschiede James Hankins aus meinem Bücherregal. Vielleicht verbanne ich ihn auch, lesen werde ich auf jeden Fall nichts mehr. Sehr schade!

 

3 von 10 Punkten (und damit die schlechteste Werte, die es auf meinem Blog jemals gab!)

 

Danke an den Piper Verlag!