Hayman, James

The Cutting: Stich ins Herz

blanvalet

512 S., TB

9,99 €

 

 

Als die nackte Leiche eines 16-jährigen Mädchens gefunden wird, deren Herz mit chirurgischer Präzision entfernt wurde, hat das Grauen Portland, Maine, erreicht. Der Fall wird an Detective Sergeant Michael McCabe übergeben, der gerade von New York City in die vermeintliche Idylle der Kleinstadt gezogen ist, um ein neues Leben zu beginnen. Unter Hochdruck machen McCabe und seine Partnerin, die toughe Maggie Savage, sich an die Arbeit. Doch mit der Entführung einer weiteren Frau wird klar: Jemand stiehlt die Herzen schöner junger Frauen …

 

Leider, leider, leider macht dieser Thriller so viel richtig - und dann auch so viel falsch.
Denn James Hayman beginnt super: Mit einem krassen Prolog, einem superspannenden Einstieg mit Psychothrill, Spannung, Action und klassen Charakteren, die man immer besser kennenlernt. Die Ermittler Maggie und McCabe haben eben auch ein Privatleben, das für den Fall nicht ganz unrelevant ist - und auch das lässt der Autor miteinfließen, nicht zu viel, sondern gut portioniert.

Die Spannung bleibt lange Zeit hoch: Ein Chirurg wird unter die Lupe genommen; er macht einen suspekten Eindruck und scheint nicht ganz koscher zu sein.

Doch dann geschieht ein Wandel: Plötzlich kommt ein Killer, der es mit einem Sniper-Gewehr auf McCabe und Tochter abgesehen hat. Es kommen alte Geschichte zum Vorschein aller Protagonisten. Und irgendwie wird alles too much. Das hätte sich der Autor sparen können - denn es passt einfach nicht zur Story.

Gerade das Ende wird dann auch 0815-mäßig abgehandelt. Schnell war klar worauf die Geschichte hinausläuft, aber dass dann kein Twist mehr kommt - enttäuschend.

 

Fazit:
Klasse Beginn mit allem, was das Thriller-Herz begehrt. Schwaches und enttäuschendes Ende.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

Danke an blanvalet!

 

 

 

 

 

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