Heitz, Markus

 

 

Wédōra

Droemer Knaur

610 S., broschiert

16,99 €

 

 

Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.

 

Das vielleicht beste Fantasy-Buch diesen Jahres spielt in einer Umgebung voller Trockenheit, Sand und Staub. Wédōra ist ein wirklich grandioser Fantasy-Roman, dem nichts fehlt und nichts zu viel ist.

Fangen wir zunächst mal mit der Geschichte an. Die Story ist zunächst recht simpel, wird aber immer größer und komplexer, was vor allem an der Welt und den Ideen von Markus Heitz liegt. Komplex heißt aber nicht schwierig, was bei vielen Fantasy-Werken der Fall ist. Man blickt die ganze Zeit durch die Story und kann den Charakteren und ihren handlungen folgen (auch wenn die teilweise ganz schön heftig Namen und Bezeichnungen haben ^^). Komplex meint in diesem Sinne die Vielfalt und Verschiedenheit der Ideen, der Welt und Wédōras selbst.

Die Charaktere, allen voran natürlich Liothan und Tomeija sind wirklich, wirklich toll gestaltet. Sie haben eine Tiefe, einen Charakter und machen eine Entwicklung durch, die einfach Spaß macht, mitzuerleben. Gleichzeitig fördert diese Tiefe keinerlei Langatmigkeit oder Langeweile, was oftmals bei Fantasy-Büchern sein kann. Immer gibt es Neues an den Protagonisten oder in der Welt oder einfach in Wédōra selbst zu entdecken.

Die Welt und die Stadt, beides ist genial. Bis ins kleinste Detail überlegt und konzipiert, aber immer noch mit der Freiheit, dass der Leser sich selbst dort widerfinden und Gedanken dazu machen kann.

Der Schreibstil schließlich setzt dem Ganzen noch die Krone auf. So locker und leicht, und dennoch fesselnd und komplex (auch hier wieder: nicht schwierig, sondern einfach vielfältig durch Perspektivenwechsel, Protagonistenwechsel, Weltwechsel, etc.).

Einfach ein rundum stimmiges Gesamtpaket!

 

Fazit: Eine starke Geschichte, authentische Charaktere, riesige Welt und spannender Schreibstil. Eine Mischung, die wirklich passt! Wédōra lohnt es sich zu lesen! Eine klare Empfehlung meinerseits.

 

10 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur für das Leseexemplar!

 

 

 

 

 

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