Hofmann, Marc

Der Klassenfeind

Tropen-Verlag

251 S., broschiert

12,95 €



Harry Milford hat Wichtigeres zu tun, als es allen recht zu machen. Wenn der Deutschlehrer, Ehemann und Vater zweier pubertärer Zeitbomben die Augen schließt, sieht er einen friedlichen Karpfenteich, im Wasser hängt seine Angelschnur. Öffnet er sie, sitzt da ein Haufen frühreifer, aknegeplagter Vollpfosten: seine achte Klasse. Weiter soll er sich auch noch um die Referendarin Mareike Selig kümmern, und zuhause macht seine Frau dem Hausfreund schöne Augen. Wer würde da nicht zum Zyniker werden? Da hilft nur eins: Ab auf Klassenfahrt und rein ins amouröse Abenteuer. Und ehe Harry weiß, wie ihm geschieht, ist es mit der Ruhe vorbei …


Vorneweg - das Buch kann unterhalten, allerdings muss man den Humor mögen und sich auf die Geschichte einlassen, was mir persönlich gelungen ist.

"Der Klassenfeind" ist simpel aufgebaut, ein Lehrer mit Ecken und Kanten, vielleicht ein paar, vielleicht sogar sehr viele ;-), strebt ein Ziel an: die Frühpensionierung. Dabei wird es von Kollegen, Schülern und dieser Referendarin jedoch das ein oder andere Mal gestört...


Das Buch lebt von den Charakteren, es muss davon leben. Auffällig ist dabei eins: Die Charaktere haben keine Tiefe. Das klingt zunächst sehr negativ. Allerdings muss man dazu sagen, dass sie diese auch nicht benötigen und das liegt daran, dass sie so typische, verschiedene und überkarikierte (ja, das Wort gibt es! :D) Personen sind.


Das Buch an sich hat keinen wirklichen Tiefgang, den braucht es aber auch nicht. Es ist einfach dazu da, um zu unterhalten. Kein Wunder, dass der Autor mit "Der Klassenfeind" auch vor dem Roman als Kabarettist unterwegs war und immer noch ist. Es kann unterhalten, wenn es den persönlichen Humor trifft.


Zum Schreibstil. Der ist recht ungewöhnlich, da er oft Fremdworte oder Neologismen benutzt. Das macht es stellenweise etwas schwerfällig den Roman zu lesen und darüber zu schmunzeln...


Fazit: Ein wirklich unterhaltsamer "Klassenfeind"! ;-)


9 von 10 Punkte


Danke an den Tropen-Verlag




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