Honig, Michael
Mächtig senil
Droemer Kanur

384 S., broschiert
14,99 €

 

 

Wir schreiben das Jahr 2035: Putin vegetiert in seiner Datsche unweit von Moskau vor sich hin. Vor sechs Jahren hat man ihn in Rente geschickt, doch Putin ist senil und glaubt noch immer, im Amt zu sein. In Putins Hofstaat ist sein Altenpfleger Nikolai der einzige ehrliche Mensch. Allerorten wird geklaut und betrogen. Der demente Putin liebt nach wie vor die Publicity und wird von seinem Nachfolger Lebedew regelmäßig der Presse vorgeführt. Das bringt Chaos mit sich, denn Putin hält Lebedew für seinen Finanzminister. In allem steht Altenpfleger Nikolai treu zu seinem Schützling – bis Nikolais Neffe wegen geäußerter Kritik an der Regierung im Gefängnis landet. Nikolai muss helfen – und braucht dafür sehr schnell sehr viel Geld …

 


Die Story um Nikolai und Putin ist einfach und locker zu lesen. Nikolai berichtet bzw. erzählt vom Alltag, seiner Arbeit und seinem Schützling.
Der Autor greift immer wieder die Geschichte Russlands mit auf und auch einige Politiker und Personen und ändert da teilweise ein bisschen die Namen. Mit ein wenig Hintergrundinfo nebenher ist da auch ganz nett zu lesen.
Michael Honig hat die Charaktere gut skizziert und entwickelt, vor allem Putin mit seiner Krankheit wird sehr gut dargestellt. Dadurch kann man als Leser auch abseits von der Satire nachvollziehenwas alles durch diese Krankheit passieren kann - sowohl für den Patienten als auch für Familie und Angehörige.
Die Satire kommt nicht zu kurz in diesem Roman, allerdings muss Putin auch für vieles herhalten. Der Autor nutzt seine Idee, um zu zeigen, was Putin alles so gemacht hat. Angetreten, um die Korruption in seinem Land zu bekämpfen, ist das Gegenteil passiert. Das Buch ist natürlich übertrieben geschrieben, gibt aber dennoch Einblick in das russische Leben, den Alltag und die Politik.

Fazit:
Alles in allem kann "Mächtig senil" unterhalten - dennoch gibt der Autor ein paar eigene Gedanken und Töne mit, was er von Putin, Russland und der Politik so hält. ;-)

 

 

 

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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