Jarawan, Pierre

Am Ende bleiben die Zedern

Berlin Verlag

448 S., gebunden

22,00 €

 

 

Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.

 

Die Geschichte spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen, was mir sehr gefallen hat. So konnten die Charaktere, die in diesem Buch genauso wie deren Geschichte hervorgehoben wurden, noch mehr Tiefe und Persönlichkeit bekommen. Denn alle Protagonisten machen in "Am Ende bleiben die Zedern" eine starke Entwicklung durch. Keinen der Charaktere möchte ich an dieser Stelle hervorheben, denn wirklich alle sind sehr gut charakterisiert und skizziert worden in diesem Roman.

Die Story ist sehr interessant und ergreifend geschrieben. Obwohl es kein Thriller oder Krimi ist, ist der Inhalt einfach spannend und interessant, was eben auch (leider) an der Geschichte bzw. am historischen Hintergrund liegt.

Eine Kleinigkeit hätte ich mir dennoch anders gewünscht: Nämlich die Ausgewogenheit zwischen historischem Kontext und der eigentlichen Geschichte, die sich um Samir dreht. Immer wieder war der historische Kontext erschlagend und wirkte auf einen Schlag zu geballt.

 

Fazit: Alles in allem ein super interessanter, ergreifender und bewegender Roman, den man sich gerne mal näher anschauen sollte!

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an den Berlin Verlag!

 

 

 

 

 

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