Jennings, Holly

Arena

Droemer Knaur
400 S., broschiert

14,99 €

 

 

Im Jahr 2054 ist das Sterben Alltag in Kali Lings Job: Sie ist eine virtuelle Gladiatorin, eine der besten in der Profi-Liga, die jedes Wochenende die Massen vor die Bildschirme zieht und Milliarden einspielt. Zwar beendet ein virtueller Todesstoß nicht wirklich Kalis Leben, doch der Schmerz ist höchst real. Zum Ausgleich winken Ruhm, schnelles Geld und wilde Partys.
Als ihr Teamkapitän Nathan an einer Überdosis stirbt, wird Kali zum ersten weiblichen Kapitän befördert. Mit dem attraktiven, arroganten Rooke stellt man ihr jedoch auch einen neuen Kollegen an die Seite, der sie in mehr als einer Hinsicht herausfordert. Dann begeht Kali den Fehler, Fragen nach Nathans Tod zu stellen …

 

Die Story um Kali Ling ist gut erzählt, der Einstieg in das Thema und den Roman sehr gut gelungen. Man wird direkt in die Arenakämpfe hineingeworfen.
Die Idee hinter der Story - VR, die Ausmaße und Probleme - wird gut geschildert und über den Handlungsverlauf auch gut weiterentwickelt und dargestellt.

Im Vordergrund steht natürlich die Hauptfigur Kali Ling. Sie war mir persönlich zu Beginn der Geschichte noch recht sympatisch und authentisch, entwickelte sich dann aber immer mehr in eine sehr unsympathische und wenig überzeugende Rolle. Selbstmitleid, Mitleid-heischend, anbiedernd und anbaggernd. Das hat nicht zur Geschichte gepasst und war in diesem Ausmaß auch nicht notwendig.

Dazu kam das Thema des Sponsorings. Sponsoren sind im VR-Kampf und in Kalis Job essentiell - schön und gut, dennoch muss man immer gleiche Diskussionen nicht dauernd wiederholen. Dass Kalis Sponsor unsympathisch war, hat zumindest zur Geschichte gepasst, auf Dauer war dieses Thema dann aber doch auch ein wenig nervig.

Schade, dass das Ende so vorhersehbar war: Kalis Team ist schlecht, muss sich weiterentwickeln und ist am Ende dann völlig überraschend Sieger - welch' Wunder.

Da hätte ich mir noch ein paar mehr Wendungen gewünscht.

Alles in allem eine ordentliche Dystopie, die allerdings einige kleinere Schwächen hat.

 

Fazit:
Aerna liest sich gut und unterhaltend, hat allerdings ein paar kleine Schwächen. Hätte sich Protagonistin Kali nicht so unsympathisch entwickelt, wäre es sicherlich ein sehr ordentlicher Roman gewesen.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur für das Leseexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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