King, Stephen

Finderlohn

Heyne

544 S., gebunden

22,99 €



John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?


In der Leserunde hieß es, in diesem Buch gäbe es einige Parallelen zu anderen King-Büchern, u.a. Mr. Mercedes und es sei deshalb etwas langweilig. Kann ich nicht bestätigten, was daran liegt, dass das mein erster King ist (Schande über mich ;-)), aber bestimmt nicht mein letzter.

Die Geschichte ist unterhaltsam und in drei Teile geteilt.

Im ersten erfahren im Prinzip die Vorgeschichte, die aus zwei Zeitebenen geschildert wird. Zum einen aus der zeit von Morrie, wie er Rothstein "eliminiert" und seinen Schatz in Sicherheit bringt und für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast wandert. Zum anderen erfahren wir etwas über Pete und auch seine Familie.

Gerade in diesem ersten, aber auch zweiten Teil lernen wir die Charaktere ganz genau kennen und wissen so über ihre Macken Bescheid. Damit ist auch klar, dass die Protagonisten eine unglaubliche Tiefe haben und psychologisch betrachtet die nun kommende Jagd von Morrie ganz spannend wird/ist.

In eben diesem dritten Teil nimmt der Spannungsbogen nochmal eine krasse Steigerung bis hin zum Ende.


Insgesamt gibt es in dem Buch so einige Zufälle, wie zum Beispiel, dass Pete in dem Haus wohnt, in dem Morrie vor seinem Knastaufenthalt gewohnt hat. Die sind manchmal schon etwas verrückt, aber zaubern dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht. Gerade deshalb haben sie mir auch gut gefallen.


Es gibt tatsächlich einige Stellen, v.a. im ersten und zweiten Teil, die wirklich lang und ausschweifend sind, allerdings nur selten wirklich langweilig. Das liegt auch am Schreibstil, der wirklich angenehm udn flüssig zu lesen ist.


Fazit: Gute Unterhaltung, spannend und super ausgetüftelt!



9 von 10 Punkte




Kommentar schreiben

Kommentare: 0