Kinney, Jeff

Commentarii de inepto puero

Baumhaus Verlag

224 S., gebunden

13,00 €

 

 

Gregs erstes Abenteuer jetzt auch als Latein-Ausgabe: Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher doch eigentlich nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal, darin zu schreiben - diesmal auf Latein: von seinen lästigen Brüdern, seinem trotteligen Freund Rupert, dem täglichen Überlebenskampf in der Schule, einem echt gruseligen Geisterhaus und dem verbotenen Stinkekäse. Von wegen verstaubt - so macht Lateinlernen richtig Spaß!

 

Das verspricht zumindest der Klappentext...

Im Sommer 2016 mein Latein-Abi in der Tasche, musste ich unbedingt wissen, was dieses Buch wirklich kann. Und so habe ich mal versucht, in Commentarii de inepto puero hineinzulesen.

Ich muss vorab sagen, dass eine Rezension zu solch einem Buch schwierig ist. Ich habe die Greg's Tagebücher auf Deutsch gelesen und fand die Geschichten immer super und vor allem super unterhaltsam. Was kann das Tagebuch aber auf Latein? Hilft es wirklich Latein zu lernen? Möchte man dadurch tatsächlich diese alte Sprache wieder etwas lebendiger gestalten. Schwieriges Thema meiner Meinung nach. Ich selbst konnte nur Bruchstückhaft etwas mit dem lateinischen Text anfangen. In Kombination mit dem deutschen Buch nebendran ging das schon deutlich besser.

Dennoch sehe ich es kritisch, Latein so aufpeppen zu wollen. Das hat mMn mehrere Gründe: Latein ist un bleibt eine alte, tote Sprache. Diese in ein modernes Buch, eine aktuelle Geschichte einbinden zu wollen, ist schwierig. Ich hätte es auch noch besser gefunden, wenn es Vokabelangaben im Buch gegeben hätte. Denn es gibt einige Wörter, die man einfach nicht im Grundwortschatz hat und die nicht mal für das Große Latinum eine Rolle spielen. Auch finde ich es nicht geeignet als Anfängerlektüre, um Latein schmackhaft zu machen. Grammtik, Vokabeln, Regeln, etc. werden im Normalfall logisch durch Schulunterricht aufgebaut. So beginnt man mit einfachen Satzkonstruktionen, die über die Jahre schwieriger werden bis hin zu komplexen Überstzeungen und Interpretationen. In "Commentarii de inepto puero" wird im Prinzip alles durcheinander geworfen. Die Grammatik, die Vokabeln - egal wie einfach oder schwer sie auch sind.

Deshalb behalte ich mir auch eine abschließende Wertung vor. Das hat keinen Sinn, so ein Buch mit einer Anzahl an Sternen zu bewerten. Es muss einem klar sein, dass man Latein beherrschen MUSS, um die Geschichte in diesem Roman nachvollziehen zu können. Es ist kein Buch, um mit Latein zu beginnen.

 

Summa: Una iucunda cogitatio subita, pro quae necesse est, Latinum posse. Ultimus nullus liber pro incipientibus!

 

 

 

 

Gratias ago pro gratuito libro, arbor-domus domus editoria!

 

 

 

 

 

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