Läckberg, Camilla

Die Schneelöwin

Ullstein List Verlag

448 S., gebunden

19,99 €

 

 

Ein junges Mädchen läuft schwerverletzt auf die Landstraße. Sie wird von einem Auto erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Ihr Körper zeigt Zeichen schwerster Misshandlungen. Weitere Mädchen werden vermisst. Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissar Patrik Hedström seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, um Hilfe. Für ihr nächstes Buch interviewt sie im Gefängnis regelmäßig eine Frau, die 1975 ihren Mann tötete, einen ehemaligen Löwenbändiger, der mit einem Zirkus nach Fjällbacka gekommen war. Ihr Mordmotiv: Er hatte die gemeinsame, ungewöhnlich wilde Tochter im Keller angekettet, weil er ihrer nicht Herr wurde. Patrik erhofft sich Hinweise auf die Psyche von Menschen, die in der Lage sind, Kindern so etwas anzutun. Doch je länger Erica mit der Verurteilten spricht, um so deutlicher wird, dass die Dinge damals anders gewesen sein müssen. Erica verfolgt der Gedanke, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben.

 

Ein sehr spezielles Buch. Die Story bzw. die Grundidee haben mich sehr überzeugt und so habe ich auf spannende Lesestunden gehofft.

Tatsächlich steht im Buch, das ich eher als Roman oder Drama bezeichnen würde, die Personen, ihre Geschichte und die Beziehungen, Entwicklungen untereinander im Vordergrund. Der Krimi, den ich erwartet habe, rückt da sehr schnell in den Hintergrund.

Was aber mit der Zeit wirklich genervt hat, waren die unendlich vielen Charaktere, Namen, etc.

Ich glaube, das Buch ist wirklich interessant für die, die die Reihe schon länger verfolgen und somit auch die Charaktere und ihre Entwicklung. Ansonsten passiert nämlich das, was mir passiert ist: Langeweile. Ich habe das Buch stellenweise nur noch überflogen und wollte die Auflösung wissen. Die war dann auch ganz gut gemacht.

 

Der Schreibstil ist angenehm und eigentlich gut zu lesen. Wie gesagt, die vielen Namen machen einem da einen Strich durch die Rechnung.

Positiv zu erwähnen: Es gibt zwei Stränge, einen in der Vergangenheit, der recht kurz ist, und dann den in der Gegenwart. Gerade der Vergangenheits-Strang ist recht fesselnd und spannend geschrieben, weil es eben nur zwei, drei Protagonisten gibt und man ihre Entwicklung gut mitverfolgen kann.

 

Fazit: Kein Buch, mit dem man einfach mal so in die Reihe einsteigen kann. Deshalb konnte ich damit auch nichts bis wenig anfangen.

 

6 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

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