Land, Ali

Ich bin böse

Goldmann Verlag

352 S., TB

9,99 €

 

 

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter ...

 

Dieser Roman ist etwas Besonderes. das merkt man schon gleich zu Beginn, denn der Schreibstil ist am Anfang sehr skurril - aber dieser macht das Buch dann gerade auch zu dem, was es ist. Ich möchte gar nicht mehr zu diesem Stil verraten, gerade weil er so speziell ist, und weil er deshalb am Ende für eine hervorragende Wendung sorgt, mit der man so nicht rechnen konnte. Deshalb: Lasst euch überraschen! ;-)
Ali Land präsentiert einen Roman mit Thriller-Elementen, der erst recht spät zu einem wahechten Thriller selbst wird, das muss man sich vor Augen halten. Dreiviertel der Story dienen nämlich dazu, Spannung aufzubauen und vor allem das Mitgefühl und die Sympathie zu/für Milly zu steigern. Das gelingt durch diese spezielle Art der Erzähltechnik ziemlich gut und umso überraschender wirkt dann das rasche und knallharte Ende.

Ein Spannungsbogen ist gegeben, der aber erst recht spät zu seinem Höhe- und gleichzeitig Wendepunkt gelangt.

Dennoch kann "Ich bin böse" fesseln, weil der Leser eigentlich genau weiß, worauf alles hinauslaufen wird... aber dann lässt er sich zwischendurch halt doch um den Finger wickeln... ;-)

 

Fazit:
Sehr gut konzipiert, sehr besonders und meiner Meinung nach gelungen geschrieben - für manch einen aber auch speziell oder gar nichts, dieser Stil... - und ein perfektes Ende! Schade nur, dass den erstn Zweidritteln ein paar überraschende "Schläge" gefehlt haben, die die Spannung noch etwas mehr angekurbelt hätten!

 

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an den Goldmann Verlag!

 

 

 

 

 

 

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