Ludwig, Stephan

Zorn - Wie du mir

Fischer Verlag

416 S., TB

9,99 €

 

 

Hauptkommissar Claudius Zorn kann es nicht fassen, als er am Morgen seines fünfundvierzigsten Geburtstags neben Staatsanwältin Frieda Borck aufwacht. Wie, bitteschön, konnte das passieren? Auf dem Präsidium kommt es fortan zu peinlichen Zusammentreffen der beiden, und zwischendurch wartet Zorn wie ein liebeskranker Teenager darauf, dass die Staatsanwältin auf seine SMS antwortet. Doch eigentlich hat Zorn noch ein viel gravierenderes Problem: Schröder und er ermitteln in einem neuen Fall, die Leiche eines jungen Mannes wurde an einen Baum gefesselt am Flussufer gefunden. In seinem Oberschenkel steckt ein Zimmermannsnagel, ein möglicher Hinweis auf Folter. Schröder bittet Zorn, die Anruferliste auf dem Handy des Toten durchzugehen. Zorn, nicht ganz bei der Sache, kümmert sich erst viel zu spät darum. Nur, um auf etwas zu stoßen, was er lieber nie gefunden hätte. Denn der Tote hat kurz vor seiner Ermordung eine Nummer gewählt, die Zorn kennt. Und plötzlich steckt Zorn mitten in etwas drin, das ihn vor ein schier unlösbares moralisches Dilemma stellt …

 

Im Gegensatz zum letzten Band der ZORN-Reihe hat mir "Wie du mir" wieder richtig gut gefallen. Spannend, packend, fesselnd und immer wieder für Überraschungen gut.

Die Story las sich schnell und angenehm - im typischen Stephan Ludwig-Schreibstil - und wurde kombiniert mit spannenden Ideen, überraschenden Momenten und packenden Thriller-Elementen. Im Kontrast zum letzten Teil kam dieses Mal keine Langweile auf, fast keine langatmigen Stellen, sondern Thrill pur!

Dazu wieder ein guter alter Claudius Zorn, wie er leibt und lebt - authentisch wie eh und je, mit Tiefgang und Sympathie, so wie wir ihn bisher gewohnt waren. Auch Schröder findet zu alter Klasse zurück, harmoniert in gewisser, typischer Weise wieder einmal perfekt mit Zorn.

Herr Ludwig - so kann es weiter gehen. Wieder so ein Zorn, und die Reihe lebt wieder!

 

Fazit: Spannend, unterhaltsam und packend - mit angenehmen Schreibstil, überraschender Story und einem typischen Zorn, findet Stephan Ludwig nach einem schwächeren fünften Band wieder zurück in die Spur.

 

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an den Fischer Verlag für das Leseexemplar!

 

 

 

 

 

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