Macmillan, Gilly

Toter Himmel

Droemer Knaur

544 S., broschiert

14,99 €

 

 

Was ist der schlimmste Alptraum einer Mutter?
Wie so oft ist Rachel mit ihrem achtjährigen Sohn Ben spätnachmittags auf dem Weg zum Waldspielplatz. Heute will Ben allein vorauslaufen – selbstverständlich lässt Rachel ihn ziehen. Und findet Minuten später nur eine leer schwingende Schaukel vor…
"Ich blickte mich um, in der Erwartung, dass er lachend auftauchen würde, aber da war nichts als Stille, als habe der Wald die Luft angehalten. Mein Blick folgte den Bäumen in die Wipfel und in den Himmel darüber, und ich spürte, wie Dunkelheit aufzog, unerbittlich wie eine Flamme, die auf einem Stück Papier vorwärtswandert, dessen Ränder sich kräuseln, bis nur Asche zurückbleibt. In diesem Augenblick wusste ich: Ben war nicht mehr da."
Doch dies ist nur der Anfang von Rachels Martyrium. Während die Polizei in ihrem Leben das Unterste zuoberst kehrt, ohne eine brauchbare Spur zu finden, hat die Öffentlichkeit ihren Schuldigen längst ausgemacht: Rachel.

(Quelle: Amazon)

 

Wow - das war wirklich ein spannendes Buch! Am Anfang hatte ich noch gewisse Startschwierigkeiten und fand nicht so gut in diesen Thriller hinein. Ich musste mich erst an den Anfang, an die Story und an den Stil gewöhnen.

Apropos Stil: Der sollte wohl noch etwas genauer beschrieben werden. Denn die Erzählweise ist reichlich ungewöhnlich, der Schreibstil an sich dennoch angenehm und flott zu lesen. Aber es wird eben nicht im klassischen Stil durchgehend aus Protagonistensicht erzählt, sondern die Stroy wird immer mal wieder durch Emails, Internetberichte, Blogbeiträge, Chatverläufe, etc. aufgepimpt, was mir persönlich etxrem gut gefallen und zur Geschichte ungemein beigetragen hat. Ich habe stellenweise sogar immer mal etwas vorgeblättert, nur um zu sehen, wann mal wieder ein Chatverlauf erzählt wird. Wer das Buch liest, weiß sicherlich, was ich meine ^^.

Auch die gesamte Geschichte wird exzellent beschrieben. Die Art und Weise, die Atmosphäre ist sehr bedrückend und man kann sehr gut mit Rachel mitfühlen, aber auch die Ermittlungsarbeiten der Polizisten nachvollziehen. Einfach eine sehr gelungene Mischung aus allem!

 

Fazit: Eine wirkliche Überraschung und Leseempfehlung meinerseits.

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur.

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0