Maier, Ulrich

Gift im Brezelteig

Gmeiner-Verlag

247 S., broschiert

10,99 €


Die Welt in dem beschaulichen Städtchen Bäringen ist aus den Fugen. In der Schule am Ort ist der Teufel los. Gleichzeitig hält die Bäringer ein mysteriöser Erpressungsfall in Atem. Brezelfabrikant Eberle soll 10.000 Euro zahlen, sonst wird sein Brezelteig vergiftet. Zwischen Gewalteskalation, ungebremstem Medienkonsum und geschäftlichen Machenschaften suchen die Journalisten Nils Niklas und Rita Delbosco nach Spuren und stoßen schon bald auf eine Verbindung zwischen den Vorfällen an der Schule und dem Erpresser.


Die Idee hinter dem Buch hat mir sehr gefallen. Ein Provinz-Krimi. Auch, dass so simple Themen bzw. Themen in Dörfern/Kleinstädten angesprochen werden. Hier z.B. der mögliche Gift im Brezelteig und das irgendwie verbunden mit seltsamen Vorkomnissen an der Schule. Klingt sehr spannend.

Die Umsetzung hat mir dann auch ganz gut gefallen. Positiv überrascht wurde ich v.a. dadurch, dass bei vielen Situationen, Geschehnissen, Orten, etc. Kopfkino erzeugt wurde. Als Leser konnte man sich richtig hineinversetzen und hatte Spaß.


Die Personen aus dem Roman haben mich soweit auch überzeugen können. Gerade dadurch, dass sie so unterschiedliche Charakter haben, passen sie wunderbar in das Buch. Sehr gut fande ich übrigens auch, dass manche der Personen, die "Alteingesessenen" mit Dialekt ge"schwätzt" haben. ;-)
Generell die Charaktergestaltung war gerade für dieses Thema und die Verortung der Geschehnisse recht wichtig.


Der Schreibstil war angenehm zu lesen, die Kapitellänge ebenso.


Fazit: Ein netter, unterhaltsamer Krimi für Zwischendurch.





8 von 10 Punkte


Danke an Literaturschock für das Testlesebuch.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0