Marley, Robert C.

Wald der Toten

Bastei Lübbe

190 S., eBook

3,99€



Komme später." Es ist die letzte SMS, die Chris von seiner Ex-Freundin empfängt. Doch in dieser Nacht wartet er vergeblich. Fran Lovey, eine junge Schwesternschülerin am Brighton General Hospital, kommt niemals zu Hause an.
Detective Miriam Beckett wird auf den Fall angesetzt, der schnell eine unerwartete Wendung nimmt: Wenige Tage nach ihrem spurlosen Verschwinden meldet sich Fran plötzlich bei Chris: "Ich wollte euch nur Bescheid sagen, dass es mir gut geht. Bitte sag Mum und Dad und den anderen Bescheid." Dann legt sie auf.
Ist die junge Frau einfach von zu Hause abgehauen? Beckett will das nicht glauben und wird auf fürchterliche Weise recht behalten: Denn Frans Anruf war nur der Auftakt zu einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel, das der Täter mit der Polizei und Frans Familie treibt ...


Dieser Psychothriller ist wirklich sehr gut geschrieben. Von Handlungsbeginn bis zum Ende spannend. Zwar weiß man schon recht bald, wer der Täter ist - das ist auch so vom Autor gewollt. Allerdings geht es dann darum, wann er gefasst wird, ob er gefasst wird, und wann die Polizei in die richtige Richtung ermittlelt.

Denn der Täter spielt ein ziemlich abgedroschenes Spiel mit der Polizei, Frans Familie und ihr selbst.

Auch geht es schlussendlich darum, ob Fran überlebt und welches Motiv der Täter hat.

Die Story hat mir - wie schon angedeutet - wirklich gut gefallen, was auch an der Atmosphäre und dem Schreibstil lag. Beides ist nämlich sehr gelungen. Die Atmosphäre ist düster und spannend, beklemmend und aufgeheizt. Der Schreibstil unterstützt das Ganze nochmal - er ist schnell und auf den Punkt gebracht.

Auch die Charaktere sind gelungen und obwohl das Buch nur eine Länge von knapp 190 Seiten hat, haben sie eine gewisse Tiefe.

Das Ende ist einseits sehr speziell, andererseits auch wieder sehr passend. Man könnte es als offen bezeichnen, doch ich finde, es schließt das Buch wirklich gut ab.


Fazit: Spannender Psychothriller!



8 von 10 Punkte





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