Martin, George R. R.
Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell

blanvalet

15,00 €

TB, 576 S.


Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!


Zu erst etwas zur Handlung: Als ich vorab ein bisschen durch die amazon-Rezensionen geschaut habe, ist mir aufgefallen, dass erstaunlich oft von einem Mittelalter-Buch und nicht von einem besagten Fantasy-Epos gesprochen wurde: Und das hat sich auch bewahrheitet - was dem Buch aber überhaupt nicht schadet. Gerade weil es erst Band eins von zehn ist, finde ich es völlig in Ordnung zunächst einmal in einer Art Mittelalter-Story den Personen-Konstellationen, Verhältnisse und Informationen für später zu klären. Und dabei werden auch schon zwei Dinge deutlich: Es wird zum Fantasy-Epos kommen ;-) und es wird aufgrund der nicht gerade wenigen unterschiedlichen Häusern nicht unbedingt leicht zu lesen.

Und damit auch schon zum nächsten Punkt: Den Charakteren - diese sind schon jetzt extrem gut ausgearbeitet, handeln authentisch und man kann sich wunderbar in ihre Lage hineinversetzen. Eddard - Ned - Stark, der zur Rechten Hand des Königs wird, Catelyn, seine Frau, die sich um ihren kranken, verletzten, schon fast den "todgeweihten" Sohn kümmern muss, Robb, der der neue Herrscher von Winterfell wird, nachdem sein Vater Eddard abgereist ist, Jon, der Bastardsohn von Eddard, der unbedingt die Nachtwache im Norden unterstützen will... und damit hätten wir noch nicht einmal alle wichtigen Personen EINER Familie genannt! Doch wer jetzt verzeweifelt, er komme da nicht durch, dem sei gesagt: 1) es gibt einen Anhang ;-) und 2) wird an Kapitelende die Sicht der Personen gewechselt. Doch Eddard spricht im ersten Kapitel nicht aus der Ich-Perspektive, sondern der Autor erzählt von seinen Handlungen: Das heisst, jedes Kapitel erzählt von einer anderen Person und was diese macht. Dadurch wird die gesamte Geschichte lebeniger, interessanter und spannender (Cliffhänger am Kapitelende).
Der Schreibstil selbst ist zwar nicht der einfachste, aber der Geschichte angemessen.

Die Handlung ist von Kapitel zu Kapitel interessant - ich möchte nicht von spannend sprechen, da es Szenen gibt, die einfach nicht spannend sein können, dafür informativ oder wichtig für den Zusammenhang.


"Die Herren von Winterfell" ist ein mehr als gelungener Auftakt einer interessanten Fantasy-Mittelalter-Reihe, von der ich noch viel erwarte ;-)



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