Martinez, Agustin

Monteperdido: Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Fischer Verlag

496 S., broschiert

14,99 €

 

 

Hoch oben unter bedrohlichen Pyrenäen-Gipfeln liegt das Dorf Monteperdido. Hier, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Hier, wo vor fünf Jahren die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucía spurlos verschwunden sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einem Wagen, der in eine Schlucht vor Monteperdido gestürzt ist. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

 

Monteperdido ist so ein Buch gewesen, bei dem ich mir nicht sicher war, ob ich es lesen soll oder nicht. Einerseits hatte ich hohe Erwartungen und war auf die Handlung gespannt, andererseits habe ich schon geahnt, dass das als Kriminalroman gelistete Buch mich nicht umhauen könnte.Tja, und schlussendlich war es dann auch so.

Keine Frage, Monteperdido ist kein schlechter Roman - er ist weder wirklich langweilig noch uninteressant. Aber er haut den Leser nicht vom Hocker, nimmt ihn nicht mit.

Die Protagonisten waren alle ein bisschen lau; und zudem auch recht unsympathisch. Nicht einmal mit den Ermittlern konnte ich warm werden und so war es mir auch recht schnell egal. ob und wie sie ihre Ermittlungsergebnisse bekommen. Und das sollte nicht passieren bei einem Krimi. Schlussendlich ging es dann tatsächlich nur noch um die Ermittlungsarbeit und ein zwei handlungsstränge, die nicht wirklich etwas damit zu tun hatten, sondern nur verwirren sollten. Naja.

 

Fazit:
Eine gute Idee, allerdings eine zu schwache Umsetzung, um sich abheben zu können! Ein Thriller, der mehr Psycho und Spannung hineinbringt (und vielleicht auch Handlungsstränge, in denen die beiden Mädchen aus ihrer Sicht berichten), hätte dem Roman gut getan. Dennoch ist Monteperdido kein schelchter Krimi - aber eben nur Durchschnitt.

 

 

 

 

6 von 10 Punkte

 

Danke an den Fischer Verlag!

 

 

 

 

 

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