Marwood, Alex

Der Killer von nebenan

Heyne-Verlag

464 S., TB
9,99 €


Wie gut kennst du deinen Nachbarn?
In der Nummer 23 stimmt etwas nicht. Alle sechs Bewohner des verfallenen Hauses im Süden Londons haben etwas zu verbergen. In einer glühend heißen Sommernacht zwingt ein grausamer Unfall sie in eine unfreiwillige Allianz, und das gegenseitige Misstrauen steigert sich ins Unerträgliche. Was fünf von ihnen nicht wissen: Einer von ihnen ist ein Killer. Und er lauert gerade seinem nächsten Opfer auf ...


Dieser Thriller lebt vor allem von seinen Figuren. Diese sind das Hauptaugenmerk und das merkt der Leser auch. Langezeit hält man das Buch auch gar nicht für einen Thriller, bis auf die kurzen Kapitel, in denen "der Liebhaber" handelt. Ansonsten wird im Prinzip das Alltagsleben der Protagonisten vorgestellt. Dass jeder dieser 6 Personen und auch der Vermieter irgendetwas zu verbergen haben, bzw. irgendwo eine Macke haben, stellt sich schnell heraus.

Das Buch kann gerade durch die Charaktere, die wirklich sehr gut und passend skizziert sind, punkten. Dadurch, dass von Abfang an klar ist, dass ein Mann der Liebhaber/der Killer ist, und es der Vermieter nicht sein kann, da er ***SPOILER!!!*** durch ein Ereignis zu Tode kommt, das die Mieter zusammenschnürt ***SPOILER ENDE***, ist die Auswahl der Verdächtigen nicht gerade groß... um genau zu sein fällt sie auf 3 Personen. Da ist es klar, dass der Leser automatisch diese drei genauer unter die Lupe nimmt.


Spannung taucht leider nicht konstant über das ganze Buch auf. Gerade auch durch die Beschreibungen der Charaktere und deren Alltag hat das Buch auch gewisse Längen.

Am Anfang ist es zudem nicht ganz leicht rein zu kommen, das liegt zu einen am Schreibstil - ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie ist er etwas "anders" -, zum anderen einfach daran, dass es mit den vielen Protagonisten auch mehrere Handlungsstränge gibt, die sich zu Beginn nicht so ganz erschließen lassen wollen.


Fazit: Ein ordentlicher Thriller, der mich im Großen und Ganzen jedoch nicht immer überzeugen konnte.




7 von 10 Punkte


Danke an den Heyne-Verlag.




Kommentar schreiben

Kommentare: 0