Michel, Holger

Wir machen das

Kiepenheuer & Witsch

288 S., broschiert

14,99 €

 

 

September 2015. Eher zufällig landet Holger Michel als Helfer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Und bleibt irgendwie hängen. Kommt am nächsten Tag wieder. Und am übernächsten auch. Aus ein paar Stunden wird ein Jahr, aus dem Zugucken ein Machen. Als einer von Hunderten Freiwilligen baut Michel in den kommenden Monaten die Infrastruktur der Notunterkunft mit auf und wird später Sprecher der Freiwilligen. Er erzählt, wie man improvisiert, wenn einem niemand sagt, wie es geht. Welche Herausforderungen und Konflikte eine große Notunterkunft mit sich bringt. Er schreibt über das Versagen von Staat und Behörden, Bedrohungen im Internet, spontane Hochzeiten, den Kampf gegen deutsche Essgewohnheiten, die Herausforderungen und Möglichkeiten, die die Freiwilligen ergreifen, um die Integration fernab der staatlichen Integrationskurse zu ermöglichen. Und er freut sich, Bürger, Politik und Hollywood in Wilmersdorf begrüßen zu können.

 

Selbst Bufdi in einem Flüchtlingswohnheim und damit Mitarbeiter im Flüchtlingssozialdienst war es natürlich interessant zu lesen, wie jemand anderes dieses Feld beschreibt.

Und ich kann sagen - es ist sehr wahr, authentisch und realistisch beschrieben. Viele bzw. fast alle der beschriebenen Szenen kenne ich nur zu gut.

Die Story ist sehr emotional geschrieben, eben sehr wahr.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, schnell und flüssig, sodass man sehr fix und gut die Geschichte des Helfers Holger Michel nachvollziehen kann.

Definitiv ein Buch für alle, die dieser Bereich interessiert. Eine Buch, das Auen öffnen kann!

 

Fazit: Wahr und authentisch! Mit dem flüssigen Schreibtsil erzählt ein Helfer in einer Flüchtlingsunterkunft von seinem Alltag.

 

 

 

 

8 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0