Newman, Laura

Anyone Dies in Paradise

BoD

332 S., TB

11,99 €

 

 

Die Gruppe um Naya muss sich erneut enormen Herausforderungen stellen. Monate nach der nervenaufreibenden Flucht aus New York hat sich die Lage in der Welt weiter verschlechtert. Überleben ist alles, was zählt.
In der winterlichen Umgebung Kanadas müssen die erfahrenen Apokalypsegänger abermals feststellen, dass sie im Grunde kaum etwas über die Krankheit und deren Hintergründe wissen. Dass die Auswirkungen der Katastrophe noch viel grausamer sind, als man es sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalen könnte.

 

Der Nachfolger von ADIP 1 und gleichzeitig abschließende Band dieser Zombie-Apokalypse-Dilogie steht "Another Day in Paradise" in nichts nach.

Im Gegenteil: Der Schreibstil setzt ADIP 1 sogar noch ein Krönchen auf: Er wirkt ausgereifter, erwachsener - genau so wie übrigens auch die Charaktere. Diese musste schließlich die Apokalypse schon einmal bzw. mehrmals überleben. Nur dieses Mal stehen sie eben vor einem neuen Problem, das sie so noch nicht kennen: Eis und Schnee.

Erzählt wird wieder aus der Ich-Perspektive, wie dies schon der Fall bei ADIP 1 war. Dieses Mal ist es aber nicht Naya, die als Hauptprotagonistin alleiniges "Stimm- und Erzählrecht" hat. Dieses Mal gibt es mehrere Personen, die aus ihrer Sicht berichten. Somit gibt es auch verschiedene und gelungene Erzählstränge, die schlussendlich mal wieder irgendwie kombiniert werden müssen. Das ist aber kein Problem, denn die Leser von Laura Newman wissen, dass sie sich da voll und ganz auf ihre Autorin verlassen können. Immer gibt es irgendwo irgendwie die Möglichkeit, wie die Charaktere wieder zusammen finden können. Sei sie noch so absturs!

Die Geschichte an sich nimmt in diesem abschließenden zweiten Band auch nochmal ein bisschen mehr Fahrt auf. Die Deadheads stehen zwar immer noch im Vordergrund, genauso wie das Überleben, aber eben auch nicht mehr soooo zwingend, wie das in Band 1 der Fall war. Es gibt noch ein paar weitere Geschehnisse und Überraschungen, die das (Über-)Leben verändern - und damit auch die Story.

Die Protagonisten sind wieder einmal typisch: Authentisch, (mehr oder minder ;-)) sympathisch - aber auf alle Fälle passend für die Story. Naya und Co können wir dieses Mal noch besser kennen lernen, noch mehr über sie herausfinden und schlussendlich auch zufrieden ihr Leben in der Apokalypse weiter leben lassen. Denn mit "Anyone Dies in Paradise" ist die Apokalypse beendet. Und Laura hat es nicht nur geschafft, der Geschichte dieses Bandes ein Ende zu bereiten, sondern auch einen passenden, authentischen und ingesamt schlüssigen Abschluss für diese Dilogie geschaffen.

 

Fazit: Ein toller Abschluss einer kleinen, aber feinen Zombie-Reihe, die die Apokalypse, deren Entstehung und das Überleben der Protagonisten passend und packend zu Ende erzählt.

 

10 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

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