Newman, Laura

Coherent

self published

410 S.

3,99 € (eBook)


Ob Smartphone, Tablet oder Computer – über das Internet leben, lieben und kommunizieren wir. Was aber, wenn wir keine Geräte mehr bräuchten, um online zu sein? Was würdest du tun? Genau diese Erfahrung macht die 17-jährige Sophie und gerät schnell in einen rasanten Strudel aus Angst und Faszination. Gejagt von einer geheimnisvollen Organisation begibt sie sich auf eine abenteuerliche Flucht quer über den Globus. Zusammen mit dem smarten Franzosen Jean setzt Sophie alles daran, dem Ursprung ihrer Fähigkeiten und dem Rätsel um ihre Vergangenheit auf die Spur zu kommen.


Die Idee hinter der Story klingt interessant: Ein Mädchen, dass ohne alles irgendwie im Kopf kommunizieren kann. Klingt nach ScFi. Wird sie nun auch noch gejagt, klingt es wie ein ScFi-Thriller.


Und damit schon zu Beginn der einzige Punkt, an dem ich etwas abziehen muss von der Gesamtwertung. Denn mir persönlich war auf den ersten hundert Seiten viel zu wenig SciFi und viel zu wenig Thriller. Dafür kam dort eher die Romantik zu tragen. Und jaaa, jetzt werden wieder alle über die Rezension den Kopf schütteln und sagen "Aber das gehört doch dazu!". Ja, Wo ihr Recht habt, habt ihr Recht. Allerdings erwarte ICH eben bei einem SciFi-Thriller mehr SciFi-Thriller als Liebesgeschichte ;-). So. Und damit genug Kritik.


Kommen wir zu was Positivem: Den Protagonisten. Denn was in den Nachtsonnen-Chroniken die damaligen Charakteren zu wenig an Tiefe hatten (obwohl ich das nicht schlimm fand, da es dort v.a. auf die Story ankam - und die war hammer! :D ), hatten die Protagonisten in diesem Buch beeindruckend viel. Nicht zu viel, sondern eben gerade richtig. Nämlich so, dass man die Leutchen, über die 410 Seiten lesen muss/will/darf, kennenlernt, ohne, dass einem langweilig dabei wird.

Protagonistin Sophie: Sehr interessanter Charakter, der sich auch über die Geschichte hinweg weiter entwickelt. Auch die anderen Personen, seien es Jean, Lamar, usw. passen richtig gut in die Gesamthandlung rein.


Die Handlung. Gut, hab ich schon erwähnt, für mich persönlich auf den ersten 100 Seiten zu wenig SciFi-Thriller. Dann zog die Handlung aber mächtig an. Dem Leser wird eine gut ausgebaute Spannungskurve geboten und auch sinnvolle Handlungsstränge, sowie Kapitel(abschnitte).

Die Kapitel werden immer aus unterschiedlichen Sichten - aber immer aus der 3. Person - geschildert. Der Leser weiß also zuerst, was Sophie macht. Dann "sieht" er Lamar zu, usw.. Der Autorin ist es auch gelungen fiese Cliffhanger einzubauen - naja, eigentlich sind sie ja gut...nur eben halt so, dass man immer weiterlesen muss...ach, ihr wisst eh, was ich meine! ;-)

Der Schreibstil  ist - verglichen mit der Nachtsonne - irgendwie ungewöhnlich. Nicht so, als dass er schwer oder doof zu lesen ist. Nein, irgendwie halt... anders. Aber gut! :D


Fazit: Ein wirklich wieder mal tolles Buch der Autorin (ja, sie kann nicht nur Dystopie! :D ). Hätte es mich am Anfang mehr packen können, hätte es jetzt "Full House" gegeben, so gibts eben die fast perfekte Punktzahl! ;-)




9 von 10 Punkten



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Kommentare: 1
  • #1

    evy_heart@yahoo.de (Dienstag, 12 Juli 2016 21:07)

    "Denn mir persönlich war auf den ersten hundert Seiten viel zu wenig SciFi und viel zu wenig Thriller. Dafür kam dort eher die Romantik zu tragen" - sehe ich ähnlich und das war ein großer Kritikpunkt von mir. Ich finde aber, dass sich die Rezensenten überwiegend einig sind. Interessant finde ich, dass es einigen zuviel Technik, anderen zuwenig war - so unterscheidlich können LEser sein :-)

    Mit Sophie konnte ich mich schwer identifizieren, weil sie überwiegend den Kräften im Buch ausgeliefert ist. Sie ist ein selbstbewusster Mensch, der für seine Taten geradesteht, aber bis auf die kriminellen Aktivitäten reagiert sie oft nur. Cool fand ich den Hacker-Schlagabtausch am ende XD