Oseman, Alice

Solitaire

dtv

368 S., gebunden

16,95 €


Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.


Dieses Buch hat mich nicht nur inhaltlich gereizt, sondern auch deshalb, weil sich die Geister daran scheiden. Für viele ist ein ein wirklich gutes, unterhaltsames und berührendes Werk, andere können wenig mit Solitaire, Tori oder Michael anfangen.

Ich selbst stehe irgendwo dazwischen.


Inhaltlich hat es mich wirklich überzeugen können. Sowohl von den Ideen, was wann wo passiert, als auch vom Schreibstil her. Ich finde, dass dieser recht flüssig und damit gut zu lesen ist und damit auch den Inhalt angenehm rüber bringt. Generell scheint mir Inhalt und Form auf einer Ebene zu sein, eben so, dass es junge Erwachsene und Jugendliche anspricht.

Auch das Thema, um welches es hier in "Solitaire" geht, ist behandelnswert. Der Autorin gelingt es, ein wichtiges, interessantes Thema inhaltlich gut zu verpacken und dem Leser beizubringen.


Nun zu den negativen Dingen. Und das ist vor allem Tori. Ihr Charakter, klar, ist speziell. Allerdings so, dass man ihn irgendwann zu speziell findet und sich nicht mehr mit der Protagonistin identifizieren kann, sich nicht mehr für sie freuen kann, nicht mehr mit ihr leben kann, etc.. Und das finde ich wirklich schade, da für mich dieses Buch gerade durch seine Charaktere lebt. Und da steht die Charakterisierung und die Art und Weise von Tori gerade im totalen Kontrast zu anderen Figuren, bspw. Michael, des Buches.


Fazit: Inhaltlich und vom Thema her wirklich interessant, tolle Grundidee. Allerdings mit nicht wirklich überzeugender Protagonistin.




6 von 10 Punkte

 

Danke an dtv für das Leseexemplar.

 

 

 

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