Owen, Nikki

Im Netz der Spinne

Goldmann Verlag

416 S., TB

9,99 €

 

 

Die Chirurgin Dr. Maria Martinez leidet unter dem Asperger-Syndrom. Einerseits ist sie ein Zahlengenie, andererseits versetzen Menschenmengen und enge Räume sie in Panik. Nun droht sie schier verrückt zu werden, denn Maria sitzt im Gefängnis. Nachdem eine DNA-Probe sie des Mordes an einem Priester überführt hat, wurde sie zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Allerdings hat sie keine Erinnerung an die Tat, sie hält sich für unschuldig. Bis sie plötzlich Bilder vor sich sieht, wirre Szenen, die sie zutiefst verunsichern. Existiert das alles nur in ihrem Kopf? Oder beginnt sie sich zu erinnern? Je näher Maria der Wahrheit kommt, desto mehr gerät sie in Gefahr – in tödliche Gefahr, der sie im Gefängnis nicht entkommen kann ...

 

Ein wirklich schwieriges Buch. Einerseits wirklich gut, weil die Protagonistin Maria ein sehr spezieller Charakter ist, was natürlich an ihrem Handycap liegt.

Andererseits versucht die Autorin durch die Perspektive einen verwirrenden Stil aufzuziehen, was ihr leider mehr als genug gelingt. Zwischendurch wird es also auch mal so verwirrend, dass man gar nicht mehr weiß, was man eigentlich wissen sollte, was man gewusst haben könnte und was man gar nicht wissen darf, weil man es nicht wissen konnte. Gecheckt? Nein?  Gut, denn so ähnlich verläuft die Story bzw. der "rote Faden" stellenweise in dem Thriller...

Nichtsdestotrotz kann man sich das Buch mal anschauen, denn es birgt einiges an Potential. 2017 soll auch ein weiterer Thriller der Autorin erscheinen und ich bin wirklich gespannt, ob sie es schafft, dort eine klarere Linie zu fahren...

 

Fazit: Eine Mischung aus etwas Besonderem und etwas Verworrenem... sehr schwer einzuschätzen, deshalb eine "mittlere" Bewertung.

 

 

 

 

6 von 10 Punkte

 

Danke an den Goldmann Verlag.

 

 

 

 

 

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