Pörings, Roswitha

Lex Play

Äffchen-Verlag

375 S., broschiert

12,99 €


„Unser Gamer sollte das Gras riechen können, von der Sonne geblendet werden und das Brot schmecken. Und ich kann dir verraten: Es ist uns gelungen!“ Der 18 jährige Alex Reimann ist Sohn, großer Bruder und Schüler. Ständig fordern seine Eltern, dass er sich mehr in die Familie einbringen soll. Seine Schwester ist nur dann aus seinem Zimmer zu verbannen, wenn er absperrt und in der Schule sitzt er einfach die Zeit ab. Doch online kennt man ihn als Lex Play. Den Youtube-Gamer mit über einer Million Abonnenten. Seine Freunde hier kennen ihn richtig, auch wenn sie ihn nie gesehen haben. Als er die Einladung erhält, eine neue Spieltechnologie zu testen, nimmt er neugierig an. Jedoch hat er da noch keine Ahnung, wie real das Spiel wirklich wird.


Dieses Buch klang wirklich fantastisch, was daran lag, dass mich die Idee und der Klappentext sofort überzeugen konnten.

Die Grundidee ist zwar nicht neu und hat mich zunächst auch an Ursula Poznanskis Erebos erinnert, aber sie kann den Leser trotzdem begeistern. Dass sich die Geschichte dann nicht in die Richtung von Erebos entwickelt, wurde auch schnell nach den ersten Kapiteln klar, was ich gut finde. So wurde aus der interessanten Grundidee eine neue, mir bislang unbekannte Idee.


Auch die Geschichte und der Inhalt kann weitestgehend überzeugen, was einfach daran lag, dass die Autorin eine wirklich ausgezeichnete Recherche an den Tag legte. Das merkt man einfach. Fachbegriffe werden benannt und auch erklärt, auch das Genre der Computerspiele, des Let's Playens, etc. werden wirklich realistisch rüber gebracht.


Sehr gefallen hat mir dann auch die Entwicklung der Story. Das lag aber auch daran, dass der Schreibstil sehr angenehm war und man ihn gut und flüssig lesen konnte. Allerdings war dieser Stil nicht wirklich hohe literarische Kunst ;-), was aber völlig in Ordnung war und in Einklang mit dem Inhalt gebracht werden kann.


Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut gewählt, hätten allerdings noch etwas mehr Tiefe besitzen können.


Das Ende konnte mich auch ziemlich überzeugen, hatte aber auch etwas von einem "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ende ;-).


Was mich allerdings während des Lesens wirklich sehr gestört hat, waren Zeichensetzungsfehler, Rechtschreib- und Tippfehler und Grammtikfehler, die leider nicht nur ein Mal, sondern oft und manchmal auch ziemlich gehäuft auftauchten. Schade!


Fazit: Ein unterhaltsames Jugendbuch zum Thema der Computerspiele und des Let's Playens.



8 von 10 Punkte


Danke an den Äffchen-Verlag für das Rezensionsexemplar.




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