Pala, Ivo

Schwarzer Horizont

Droemer Knaur

400 S., broschiert

14,99 €

 

 

Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal.

 

Düster und brutal macht noch keine gute Fantasy aus. Das musste ich leider auch wiedermal bei einem Buch feststellen, an das ich recht hohe Erwartungen hatte...

Was mich wirklich überzeugt hat, um zu den positiven Dingen zuerst zu kommen, war die Atmosphäre, die sehr gelungen dargestellt und beschrieben wurde, Waren es die Locations, das Wetter oder die Gegebenheiten. Alles hat gewissermaßen Kopfkino erzeugt und Lust auf mehr gemacht...

Kopfkino hat auch die Düsterniss und die Brutalität in diesem Roman erzeugt. Ich habe mir fast gedacht, dass dieses Buch nicht gerade vor Brutalität zurück schreckt, aber was ich stellenweise gelesen habe, hat für mich nichts mehr mit guter Fantasy zu tun gehabt.

Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, war nicht authentisch genug und machten keinerlei Entwicklung durch. Sie waren nicht nah am Leser und so konnte ich auch keine Verbindung zu ihnen aufbauen, geschweige denn mit ihnen mitfiebern.

Schade, schade, aber für mich hat dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Düster war es, eine starke Atmosphäre hatte es - aber das war es dann auch schon. Da habe ich deutlich bessere Fantasy schon gelesen, dieses Werk konnte mich nicht begeistern.

Dennoch gab es einige interessante und spannende Ansätze und Ideen und gerade die Atmosphäre war das, was diesen Roman noch mehr oder weniger gerettet hat.

 

Fazit: Brutal und düster macht eben nicht alles aus. Wenigstens die Atmosphäre hat den Roman vor dem totalen Untergang gerettet.

 

5 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur.

 

 

 

 

 

 

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