Pehov, Alexey

Schwarzer Dolch: Chroniken der Seelenfänger 1

Piper Verlag

480 S., broschiert

16,99 €

 

 

Ludwig van Normayenn wird geachtet und doch gefürchtet. Als Seelenfänger verfügt er über die Gabe, dunkle Seelen zu erkennen, die noch nicht bereit sind, das Reich der Sterblichen zu verlassen. Oft ist er die letzte Hoffnung der Menschen, die von den Ausgeburten des Dunkels heimgesucht werden. Auf der Jagd nach den ruhelosen Seelen zieht er von Fürstentum zu Fürstentum – doch auf seiner Reise erwarten ihn Feinde, die noch schrecklicher und gefährlicher sind, als er sich vorzustellen vermag ...

 

Wow - was für ein grandioser Auftakt in eine neue, spannende und mehr als fesselnde Fantasy-Reihe. Und dennoch ist es für mich kein 10 Punkte Buch. Warum? Das soll in den folgenden Zeilen erläutert werden ;-)

Ganz untypisch für einer Rezension von mir, fange ich doch glatt mal mit dem Schreibstil an. Denn der ist ja mal so was von genial! :D Absolut fesselnd, interessant und einfach perfekt. Ich kann dazu nicht mehr sagen. Er hat eine gewisse Vorliebe fürs Detail, aber auch nicht so, dass die Geschichte(n) langweilig wird, sondern fesselt den Leser an die Abenteuer des Seelenfängers.

Und damit direkt zu Ludwig van Normayenn - als Charakter sehr speziell, aber gleichzeitig super authentisch, unglaublich lustig und sarkastisch und trotzdem hart im Nehmen. Auch seine Begleiter, Scheuch, ein Animatus, und Apostel, ein Wesen, das van Normayenn immer begleitet, sind total genial dargestellt. Der Autor versteht die richtige Mischung von Spannung, Witz und Ironie - und bringt diese genau auf den Punkt.

Warum aber keine volle Punktzahl nun? Das liegt an folgenden Dingen bzw. an eben dieser einen Sache: Ich muss diesen ersten Band der Chronik mit dem Game "The Witcher" vergleichen - einfach, weil er mir vom Setting und den Gestalten ähnlich diesem Spiel vorkommt (definitv nicht abgekupfert, einfach eine gewisse Ähnlichkeit, inhaltlich von der Story her jedoch überhaupt nicht). Aber - um beim Prinzip des Games zu bleiben und um in dessen Sprache zu sprechen: Es gibt sogenannte Hauptquests und Nebenquests. Also Missionen, die entweder einem größeren Hintergrundziel entsprechen und solche, die einfach nebenher als kleinere Aufträge erledigt werden. Hier im Buch der Chroniken der Seelenfänger 1 kommt es mir aber so vor, als gäbe es nur diese Nebenquests - und kein verbindendes Element. Das Buch besteht aus 6 Kapiteln - 6 verschiedenen Aufträgen. Zwar kommen immer wieder die gleichen Personen vor, entwickeln sich weiter, oder lernen sich "neu" kennen.... aber ein Ziel bzw. ein Ende, woraufhin alles zuläuft, das habe ich nicht wirklich erkannt, was ich etwas schade finde. Deshalb gibt es auch nur 8 Punkte alias 4 Sterne - aber mit der Hoffnung, dass dies in Band 2 aufgegriffen und fortgeführt wird. Und zu einem allumfassenden Ende gebracht wird.

 

Fazit: Wahnsinnig toller Auftakt, den ich jede Fantasy Leser nur empfehlen kann. Einfach episch!

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an Piper.

 

 

 

 

 

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