Poznanski, Ursula

Elanus

Loewe

416 S., broschiert

14,95 €

 

 

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

 

Wieder einmal bedient sich Ursula Poznanski an einem aktuellen und brisanten Thema und funktioniert diese für einen neuen Jugend-Thriller um.

Es geht um Drohnen und die Möglichkeit der ständigen Überwachung mit deren Hilfe. Genau das macht auch Jona.

Ganz untypisch für die Autorin ist Jona eine Hauptfigur, die der Leser von der ersten Seite an so was von unsympathisch findet. Er wirkt überheblich, arrogant und abgehoben. Etwas, was man als Leser so gar nicht von seinem Protagonisten möchte. Und doch hat dieser Charakter noch für später eine Bedeutung. Und umso wichtiger ist er auch, um eine Entwicklung zu erleben, was Jona in diesem Buch tut.

Für mich war die Story eigentlich weitestgehend interresant. Spannend war sie immer stellenweise, gegen Ende dann durchgehend.

Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass ich Elanus für das bisher schwächste Jugendbuch der Autorin halte. Die Story war zwar gut und fesselnd geschrieben, aber irgendwie fehlte etwas. Vor allem wurde ich dann etwas enttäuscht von dem recht simplen Ende: Denn bisher bin ich es gewöhnt, dass Ursula Poznanski gegen Ende des Buches immer noch eine Hammer-Wendung einbaut. Fehlanzeige dieses Mal. Alles läuft daraus hinaus, was man die ganze Zeit ahnt oder eigentlich schon weiß.

 

Fazit: Gute Unterhaltung, kann aber nicht mit anderen ihrer Bücher wie Erebos, der Eleria-Trilogie oder oder Layers mithalten.

 

 

8 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

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